Unterwegs im Freien - Gespräche vom Wegesrand

Gespräche vom Wegesrand

Transkript

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge unterwegs im Freien Gespräche vom Wegesrand.

00:00:10: Heute nehme ich euch mit zur zweiten Folge zum Thema Extremwandern. Ich hatte ja euch in der

00:00:18: letzten Folge so ein bisschen was über Extremwandern erzählt. Also was ist Extremwandern? Ich habe was

00:00:25: gesagt zur Motivation und was so die mentale Seite des Extremwanderns ist. Tipps und Tricks

00:00:33: gegeben und auch was erzählt, was so die Vorteile dabei sind in einer Gruppe zu wandern oder halt

00:00:40: alleine. Und in der heutigen Folge geht es wie angekündigt um Training, Vorbereitung, Ausrüstung

00:00:50: und natürlich die Verpflegung auch auf so einer Extremwanderung. Also eigentlich alles was ihr

00:00:56: braucht um an den Start zu gehen. Ich selbst bin gerade auf einer kleinen Runde rund um Quedlinburg

00:01:02: unterwegs. Ja und dann starten wir jetzt mal in die nächste Folge. Achso und ich hatte in der

00:01:09: letzten Folge ja angekündigt, dass ich den Mammutmarsch in Hamburg mitmache und wollte dazu

00:01:17: noch ein kleines Fazit geben und das gibt es am Ende der Folge. Dranbleiben lohnt sich also. Noch

00:01:23: ein kleiner Disclaimer an dieser Stelle. Die Folge ist kein Lehrbuch und das sind alles meine

00:01:31: persönlichen Erfahrungen. Das heißt nicht, dass ihr das eins zu eins nachmachen sollt oder so was,

00:01:36: das möchte ich vorher noch mal sagen. Jeder hat andere Belastungsgrenzen, hatte ich ja auch in Folge

00:01:41: 4 schon erwähnt, aber trotzdem möchte ich euch hier halt meine Tipps und Tricks geben, wie ich das

00:01:47: gemacht habe und was für mich so die best practice war. So nun aber genug Gerede vorweg,

00:01:53: steigen wir mal ins Thema ein und kommen als erstes zum Training. Und zwar habe ich festgestellt,

00:02:02: dass ich im Nachhinein betrachtet für den 50er gar nicht so viel Training gebraucht hätte. Dafür

00:02:09: hätte ich für den 100er wesentlich mehr trainieren sollen. Aber das war auch eine

00:02:16: rückblickende Erkenntnis. Bei dem 50er, die ich ja schon erwähnt hatte, hatte ich als Training

00:02:21: einfach nur mal den Elbradweg mehr rausgesucht, wo ich mit einem Freund dann wirklich 50 Kilometer

00:02:27: einfach nur den Elbradweg lang gehen wollte von Dresden nach Bad Schandau, um einfach mal zu testen,

00:02:35: also weniger die Kilometer zu testen, sondern einfach schafft mein Körper das,

00:02:40: so lange auf den Beinen zu sein. Also klappt das, wenn ich da so lange unterwegs bin,

00:02:45: macht er das mit. Das war quasi die Vorbereitung für den ersten offiziellen Wettkampf, nenn ich's mal,

00:02:54: oder das erste offizielle Event. Passt vielleicht besser. Wichtig war mir dabei, warum Elbradweg,

00:03:00: weil es ist ja eigentlich nur Straße oder Teer, weil es jetzt nicht so gut für die Füße ist.

00:03:06: Warum habe ich das gerade gewählt? Weil ganz einfach der Elbradweg hat so gut wie keine

00:03:13: Höhenmeter. Und das war mir wichtig. Ich wollte mir nicht bei einem Test von 50 Kilometern,

00:03:18: wenn ich das das erste Mal mache, mich so eine Herausforderung stelle. Und ich war tatsächlich

00:03:23: vor also ein bisschen skeptisch, ob das was wird, 50 Kilometer bin ich noch nie vorgelaufen. Das

00:03:29: höchste davor war mal 23 Kilometer und da wollte ich mir nicht zusätzlich noch Höhenmeter

00:03:34: antun. Also ging's wirklich nur darum, Strecke zu machen, hält man das durch. Und der zweite Vorteil

00:03:40: an dem Elbradweg damals war an der Strecke, dass ich halt viele Ausstiegsmöglichkeiten hätte. Also

00:03:47: wenn wirklich gar nichts mehr gegangen wäre, hat man dort immer die Möglichkeit mit dem ÖPNV

00:03:53: gut wegzukommen. Einfach S-Bahn und zurück. Das war so der Hauptgrund, warum ich mich für

00:04:00: diese Strecke zum Training entschieden habe, Ausstiegspunkte zu haben. Und das ist vielleicht

00:04:07: auch schon so ein Tipp, den man mitnehmen kann fürs Training, dass man sich Strecken raussucht im

00:04:11: Training, wo man dann halt auch Ausstiegspunkte hat, falls es eben nicht klappt. Also bei dem Elbradweg

00:04:18: ging es wie gesagt darum, erst mal die Zeit zu testen und nicht unbedingt die Kilometer. Bei dem

00:04:25: Hunderter hätte ich es anders machen sollen. Für den Hunderter hatte ich gar nicht trainiert,

00:04:31: sondern hatte ja einfach ein 50er abgeschlossen und mich dann entschieden, okay, dann mache ich jetzt

00:04:37: halt einen Hunderter daraus. Schauen wir mal wie es wird. Da hätte ich aber mehr trainieren sollen. Also

00:04:42: für den Hunderter reicht es nicht so wie für den 50er. Bei dem 50er würde ich sagen, reicht als

00:04:48: Training, wenn man so täglich seine rund 10 Kilometer macht und auch schon einige Wanderungen

00:04:56: gemacht hat, wo man mal 10 Stunden oder so unterwegs war. Dass man zwar schon ein Gefühl hat

00:05:02: für die Zeit, nicht unbedingt für die Kilometer an sich, aber dass man schon mal ein Gefühl hat,

00:05:06: wie es ist, 10 Stunden lang zu wandern unterwegs zu sein, auf den Beinen zu sein. Wenn man dann

00:05:14: auch so seine täglichen 10 Kilometer abreißt, bin ich der Meinung, reicht das als Vorbereitung

00:05:21: für einen 50 Kilometer Marsch. Für einen Hunderter ist das aber noch mal fast ganz anderes und das

00:05:29: hatte auch ich anfangs komplett unterschätzt, weil bei einem Hunderter kommt die Nacht dazu und

00:05:35: ich habe euch ja in der letzten Folge schon gesagt, wie anstrengend es sein kann, nachts zu

00:05:40: wandern und bei dem Hunderter hätte ich mir einfach mehr Zeit fürs Training nehmen sollen,

00:05:47: dass man da auch schon mal längere Strecken geht und dass man dort auch schon mal mehr als

00:05:53: ein oder zwei 50er vorher gemacht hat. So war es bei mir. Und zum Beispiel könnte ich mir gut

00:06:00: vorstellen, dass es ein gutes Training ist für einen Hunderter beim Adventure Walk zum Beispiel,

00:06:07: das Doppel zu machen an einem Wochenende. Also dass man da Samstags und Sonntags teilnimmt und

00:06:14: beide Strecken geht. Dann kann man die Nacht über nochmal schlafen, nochmal regenerieren und

00:06:18: schaue das mal, schaffe ich das überhaupt ein zwei Tagen rund 80 Kilometer zu machen. Oder ist

00:06:25: das schon zu doll. Und das ist denke ich schon mal eine ganz gute Ausgangslage dann, wenn man dann

00:06:31: irgendwann zu einem Hunderter starten will. Wenn ich jemand morgens spontan fragt, hey Bock auf

00:06:37: ein 50er, kommst du mit? Wenn du da sagst, naja klar bin ich dabei, dann bist du eigentlich auch ready

00:06:44: für einen Hunderter. Weil wer spontan einen 50er abreißen kann, der kriegt sich dann auch durch,

00:06:51: durch so einen Hunderter. Leiden wird man natürlich trotzdem beim ersten Mal, aber das gehört

00:06:58: auch so ein bisschen dazu. Man möchte ja auch seine Grenzen austesten und eventuell nach hinten

00:07:02: verschieben. Hatt ich in der letzten Folge auch schon so gesagt. Beim Training finde ich auch noch

00:07:09: wichtig, was viel unterschätzt wird, ist Krafttraining. Gerade die Rumpfmuskulatur, also Bauch

00:07:19: und Rückenmuskulatur finde ich sehr wichtig. Ich selbst vernachlässige das auch immer so ein

00:07:27: bisschen, weil es halt so notwendiges Übel ist und man halt weder Kilometer sammelt, noch draußen

00:07:35: ist dabei. Aber auch fürs Laufen ist die Rumpfmuskulatur ganz wichtig und so ein bisschen Krafttraining

00:07:42: sollte man schon machen, dass man einfach eine gewisse Rumpfstabilität hat. Das hilft auch

00:07:48: Schmerzen vorzubeugen. Im Rücken vor allem, wenn man dann merkt, dass man doch über längere

00:07:54: Zeit dann geht und den Rucksack trägt und sowas. Man ist halt schon gut, wenn man da schon ein bisschen

00:07:59: vorher Rückenmuskulatur aufgebaut hat. Aber wie gesagt, ich selbst mache das auch nicht so

00:08:06: konsequent, wie ich sollte. Es ist halt auch immer eine Frage der Zeit und bei mir ist es so, dass ich

00:08:11: dann doch lieber raus gehe und draußen was mache, jetzt dann mich um eine Rumpfmuskulatur zu

00:08:17: aber abends mal ein paar Sit-ups, ein paar Liegestütze und sowas. Das kriegt man eigentlich immer

00:08:23: unter und das reicht auch schon völlig. Man will ja kein Kraftbolzen werden und kein Bodybuilding

00:08:29: machen, sondern man möchte einfach nur die Grundmuskulatur ein bisschen stärken, um Vorteile

00:08:35: für solche Extremwanderung zu haben und dazu reichen abends immer ein paar Sit-ups, immer auch ein

00:08:41: bisschen steigern, weil Muskelaufbau passiert nur, wenn man sich immer mal steigert, aber dann geht

00:08:48: das auf jeden Fall. Beim Training ist auch wichtig zu beachten, dass ihr auf euren Körper hört. Also

00:08:55: wenn ihr zum Beispiel eine Probewanderung macht oder so was oder laufen geht und so, hört wirklich

00:09:02: auf euren Körper, was sagt der euch? Übertreibt es nicht, dass die Euphorie ist meist groß und man

00:09:11: will immer höher, schneller, weiter, aber man darf dabei nie aufhören, auf seinen Körper zu hören.

00:09:16: Ich habe aus eigener Erfahrung damals, vielleicht wisst ihr es, mal beim Laufen beim Laufen dann mein Knie

00:09:24: durchgeballert, also es ging halt einfach gar nichts mehr. Es war so, als würde einem einer mit

00:09:30: einem Messer unter der Kniescheibe stechen. Ich konnte mich vier Wochen lang nicht wirklich bewegen,

00:09:35: also es war wirklich Schmerzen, wo ich sage, es ist unerträglich und ich konnte halt gar nichts

00:09:41: mehr machen. Also weder Laufen gehen, noch Extremwanderung, noch sonst irgendwas, ging halt

00:09:46: einfach nicht. Und deswegen hört auf euren Körper, ihr wollt euch nicht komplett ausknipsen. Lieber

00:09:55: einmal mehr Trainingspause machen und einmal zurückschalten, dem Körper Ruhe geben, dass er auch

00:10:01: mal eine Erholungspause hat und dass ihr euch da nichts kaputt macht. Zu meinem Knie, ich merke,

00:10:08: dass bis heute, also es ist nicht so, dass ich das wieder weg hätte, es ist mittlerweile so,

00:10:13: dass es nur noch selten auftritt, aber manchmal, wenn ich einen falschen Schritt mache oder so was,

00:10:18: oder irgendwie blöd auftrete, gerade beim Laufen manchmal kommt das immer noch. Meistens,

00:10:25: dann wenn die Muskeln langsam ermüden, da merke ich es zumindest beim Laufen sehr,

00:10:30: dass manchmal immer noch drückt im Knie und das wieder zurück kommt. Deswegen schaut einfach,

00:10:35: dass ihr euch da keine bleibenden Schäden holt und hört auf euren Körper. Ich weiß,

00:10:40: ich wiederhole mich, es ist aber halt auch ein extrem wichtiger Punkt. Noch ein weiterer kleiner

00:10:46: Tipp fürs Training, bleibt flexibel. Ich hatte das in der dritten Podcast-Folge beim Thema Ziele

00:10:53: schon erwähnt. Setzt euch nicht zu enge Trainingspläne oder zu unflexible Trainingspläne. Es ist

00:11:01: gut, einen groben Plan zu haben beim Training, dass man weiß, wo man hin will, dass man auch

00:11:05: vielleicht spezielle Meilensteine dazwischen hat, die man sich setzt, aber lasst es am besten

00:11:13: flexibel. Also zumindest ist mir das aufgefallen, dass ich mit einem flexiblen Training wesentlich

00:11:18: besser komme. Genauso mache ich das beim Laufen mittlerweile. Garmin bietet das zwar allerhand an,

00:11:23: aber ich halte mir das eher flexibel, dass ich nicht sage, okay, heute muss eine lange Lauf-Einheit,

00:11:28: sondern ich gucke, wenn ich losmache zum Laufen, worauf habe ich Bock, was möchte ich heute machen

00:11:34: und dann mache ich das und laufe los und genauso würde ich das Training gestalten fürs Extrem

00:11:41: wandern. Einfach zu gucken, Mensch, heute geht es mir gut, heute bin ich fit. Ich reise heute

00:11:48: einfach mal 30 Kilometer ab oder 20, vielleicht für einen 30er Training, wie auch immer, einfach

00:11:54: gucken, worauf habe ich Bock und unterschätzt es auch nicht. Das ist auch was bringt, selbst wenn

00:12:00: man jetzt für eine lange Einheit trainiert und sagt, ich habe heute nicht so viel Zeit,

00:12:04: ich kann heute keine 20 Kilometer wandern, weil mir die Zeit fehlt. Deswegen mache ich lieber

00:12:10: gar nichts. Nutze das bisschen Zeit, was ihr dann habt und geht da einfach raus. Jedes bisschen

00:12:16: Bewegung zählt und hilft dem Körper sich an die Bewegung und die Belastung zu gewöhnen. Hashtag

00:12:25: Hauptsache raus, wie ich das auch immer sage, einfach machen und einfach auch das bisschen

00:12:31: Zeit, was man hat, nutzen. Ja, das war so zum Training, was ich so mache, um fürs Extrem wandern fit

00:12:37: zu sein, kommen wir mal zur Strecke und zur Planung. Ich weiß nicht, ob einige von euch

00:12:45: für Privat auch Extremwanderungen planen. Ich mache das und deswegen da ein kleiner Abriss auch zur

00:12:53: Planung. Wenn ihr Privat plant, klickt nicht einfach blind auf Komoot oder so was irgendwie was zusammen,

00:13:01: sondern guckt euch auch an, was es sinnvoll an Untergründen, habe ich da viel Asphalt dabei oder

00:13:08: habe ich da viel Waldwege. Ich persönlich ziehe immer Waldwege vor, weil es einfach noch entspannter

00:13:14: für die Füße ist, was gerade dann bei langen Strecken von Vorteil ist, wenn man sich dann

00:13:20: nicht noch eine zusätzliche Belastung holt wie Asphalt. Es kann manchmal einfacher sein,

00:13:25: kleinen Umweg zu nehmen über den Waldweg und nicht den kürzesten Weg, weil der dann zum

00:13:31: Beispiel Asphalt ist. Außerdem sind wir ja im Extremwanderen Bereich, da sind ein paar Kilometer

00:13:37: mehr immer Dufte. Was auch wichtig ist, schaut euch das Höhenprofil an und erschätzt die Höhenmeter

00:13:44: nicht. Höhenmeter sind wirklich anstrengend und ich sage zwar hoch immer steil ist geil und das

00:13:54: finde ich auch, aber bei den Wanderungen, gerade bei der Planung ist natürlich vorher wichtig zu

00:13:59: wissen worauf lasse ich mich ein, was kommt da auf mich zu. Es ist sicherlich auch wichtig dabei,

00:14:05: sich mal das Höhenprofil anzugucken, ein bisschen gucken, wo habe ich mal ein Stück gerade Strecke

00:14:09: einfach nur um mal wieder zu Atem zu kommen oder so, dass man das halt mit bedenkt, weil auch

00:14:18: Berg runter ist anstrengend. Ich persönlich finde zum Beispiel Berg runter viel anstrengender als Berg

00:14:23: hoch, weil Berg runter immer mehr in den Muskeln geht, das belastet die Gelenke mehr und so was,

00:14:30: da gucke ich schon mehr und mir ist es lieber, es geht Berg hoch. Natürlich solltet ihr auch

00:14:40: bei der Planung die Jahreszeiten im Blick haben, das gilt im Winter genauso wie im Sommer. Im Winter

00:14:47: muss man halt schauen, sind die Wege geräumt oder stapf ich da eventuell durch mehr hohen Schnee?

00:14:52: Im Sommer muss ich ja gucken, gibt es auch mal irgendwelche Abschnitte, wo Schatten ist, dass ich

00:14:58: nicht die ganze Zeit übers Feld durch die pralle Sonne laufe und wenn sollte ich mir auf jeden Fall

00:15:04: eine Kopfbedeckung einpacken. Dann schaut euch auf jeden Fall auch noch an, habe ich Nachtabschnitte

00:15:11: mit dabei, also laufe ich in die Nacht rein, wo könnte es eventuell dunkel werden oder laufe ich

00:15:16: vielleicht sogar durch die Nacht, bei meinen Planungen zum Beispiel kann ich jetzt sagen, ich

00:15:21: bin ja dabei auch gerade den Malerweg in einer Etappe zu planen und da gucke ich jetzt auch schon,

00:15:28: welchen Abschnitt laufen wir dann nachts, wann müssen wir starten, damit wir dann nachts einen

00:15:34: bestimmten Streckenabschnitt haben, damit wir dann am nächsten Morgen zum Beispiel in dem Fall mit der

00:15:40: Fähre vernünftig über die Elbe kommen. Sowas muss man natürlich alles in der Planung mit bedenken

00:15:46: und es ist auch ganz wichtig, das mit einfließen zu lassen. Bei dem Harzer Hexenstieg in einer Etappe

00:15:54: habe ich zum Beispiel geguckt, dass wir möglichst nachts vom Torfhaus bis Drei Annen Hohne so in der

00:16:02: Zeit sind, weil da kenne ich die Wege in und auswendig, da weiß ich genau, wo geht es lang,

00:16:07: was kommt da auf mich zu und das macht es natürlich dann nachts wesentlich einfacher.

00:16:14: Deswegen ihr merkt bei der Planung, ich bedenke da schon relativ viel und das sind jetzt alles so die

00:16:21: Erfahrungen, die ich über die Zeit jetzt gemacht habe. Ich plane ja doch schon relativ viele

00:16:28: Extremwanderungen persönlich. Natürlich habe ich auch hier ein Negativbeispiel mitgebracht

00:16:34: und zwar war das damals, ich saß morgens zu Hause und dachte mir auch Mensch,

00:16:40: das war in der Zeit, wo ich auch Intervallfasten gemacht habe, dachte mir Mensch, jetzt hast du

00:16:46: Zeit, jetzt gehst du mal noch eine Runde spazieren, Hauptsache raus. Ich habe mir zwei Kinderriegel

00:16:52: eingepackt, weil ich die auf eine Aussicht genießen wollte und bin dann losgewackelt.

00:16:58: Nicht zu trinken dabei, zwei Kinderriegel klingen super oder klangen super für mich.

00:17:05: War es im Nachgang nicht. Auf der Tour habe ich dann gemerkt, das läuft heute so gut.

00:17:11: Ich bin damals in Laubegast gestartet, bin zum Blauen Wunder, bin dort rüber und wollte

00:17:16: eigentlich nur zur Agneshöhe und dort die Aussicht genießen und dann wieder runter.

00:17:24: Ja, dann war ich auf der Agneshöhe und dachte mir auch, das läuft so gut, da gehst du einfach

00:17:28: in Pirna über die Brücke zurück. Und damals konnte ich Entfernungen nicht ganz so gut

00:17:34: einschätzen und habe das maßlos unterschätzt, wie weit das noch nach Pirna hoch war zu dieser

00:17:39: Brücke. Und dann wurde es irgendwann dünn, ich war dann irgendwann bei 30 Kilometern und hatte

00:17:45: bis auf zwei Kinderriegel nichts gegessen, nichts getrunken, Frühstück hatte ich ja auch nicht,

00:17:50: wie gesagt Intervallfasten, Frühstück habe ich mir geklemmt und da merkte man halt ganz schnell,

00:17:56: dass es eng wird und dass einem da dann tatsächlich irgendwie ein bisschen Nahrung fehlt.

00:18:01: Ich habe dann in Pirna einen Supermarkt gefunden, habe mir dort dann was zu trinken holen,

00:18:07: zwei Müsliriegel reingepfiffen und dann ging es wieder und bin dann wieder zurück

00:18:12: nach Laubegast. Am Ende waren es dann halt 42 Kilometer, aber auch da habe ich gemerkt,

00:18:19: ja Mensch, das war dann doch ein bisschen wenig Vorbereitung,

00:18:25: was ihr bei der Planung auch unbedingt beachten solltet, ist die Exit-Strategie,

00:18:31: sprich Ausstiegspunkte und Abbruchpunkte. Das ist wirklich wichtig, das klingt jetzt so wie,

00:18:39: naja der bereitet sich ja schon vorher drauf vor, dass er es nicht durchzieht. Ne, das ist es natürlich

00:18:45: nicht, aber es ist nicht verkehrt, immer eine Exit-Strategie zu haben. Man weiß nicht,

00:18:52: was auf so einer Wanderung passieren kann. Eine der letzten Möglichkeiten sollte natürlich sein,

00:18:57: dass man sich einfach auf die Bergrettung oder sowas verlässt oder auf dem Notarzt oder so was,

00:19:03: das ist im schlimmsten Fall natürlich möglich, aber das sollte man auf keinen Fall mit einplanen.

00:19:09: Also guckt vorher, wo sind Bahnhöfe, wo sind Bushaltestellen, wie komme ich notfalls aus meiner

00:19:15: Tour raus. Gerade bei privaten Wanderungen ist das wichtig, weil bei den Veranstaltern habt ihr

00:19:21: eigentlich immer die Versorgungspunkte, wo einem dann doch geholfen wird und man Tipps kriegt,

00:19:27: wie man rauskommt oder sie helfen einem sogar zur nächsten Bushaltestelle wie auch immer,

00:19:32: aber bei Privatwanderungen schaut euch das auf jeden Fall vorher an. Dann, was ich auch immer

00:19:38: mache, ich teile meine Wanderroute und meine Tour mit meiner Familie, vor allem mit meiner Frau,

00:19:46: damit die genau weiß, wo bin ich unterwegs. Sie hat natürlich auch meinen Standort, das kann man

00:19:52: im Notfall auch noch machen, dass man seinen Standort freigibt. Ich mache das natürlich für meine

00:19:56: Frau, damit sie genau weiß, wo bin ich auf der Tour, was ist und dass sie im Notfall auch genau

00:20:04: sagen kann, da ist er und dort kann ich ihm helfen. Notfallnummern im Kopf haben, ich glaube,

00:20:13: das ist irgendwie selbstverständlich. Man sollte also schon auch wissen, wen kann ich im Notfall

00:20:20: kontaktieren. Ich habe immer vorher abgesprochen, an dem Tag mache ich die Extremwanderung und wenn

00:20:26: meine Frau zu der Zeit zum Beispiel nicht kann, dann frage ich jemanden aus dem Freundeskreis oder so

00:20:32: was, den ich auch wirklich dann zu jeder Zeit anrufen kann, wenn irgendwas nicht geht, dass ich

00:20:38: Hilfe bekomme. Auch nachts. Das ist halt auch wichtig, dass man das dann mit den jeweiligen

00:20:44: Leuten vorher abspricht, dass man auch für nachts jemanden hat, den man im Notfall anrufen kann,

00:20:49: der einmal rausholt. Und so eine Wanderung, natürlich, man möchte immer durchziehen. Eigentlich

00:20:57: möchte man ja nicht abbrechen und so was. Das ist gar nicht die Frage, aber es kann immer mal was

00:21:02: passieren. Man kann sich den Fuß verstauchen, man kann böse stürzen. Ich habe schon alles Mögliche

00:21:10: gehört und gesehen. Also es kann wirklich alles passieren oder es kann halt auch einfach nur

00:21:14: sein, dass die Muskeln zumachen und es wirklich gar nichts mehr geht. Ich habe auch schon von Leuten

00:21:19: gehört, die sind in Marathon gelaufen und bei Kilometer 39 ging einfach wirklich gar nichts mehr.

00:21:24: Da war es nicht mehr möglich, da war nur noch, ich setze mich hin und es geht nicht mehr vor und nicht

00:21:31: mehr zurück. Und bei so Marathon, ich meine, wenn du bei Kilometer 39 bist, da gibst du nicht

00:21:36: freiwillig auf, sondern wenn es noch irgendwie möglich wäre, würdest du dich wahrscheinlich

00:21:40: noch die letzten drei Kilometer schleppen. Aber es kann halt passieren, dass wirklich

00:21:46: nichts mehr geht und dann möchte man halt auch sicher und heile rausgeholt werden und nach Hause

00:21:51: kommen. Kommen wir zum nächsten Abschnitt, die Woche davor. In der Woche davor, ja,

00:21:59: also was halt wichtig ist, ist, dass man sich die Nägel kürzen sollte, sonst riskiert man

00:22:05: blaue Zehn Nägel oder sowas. Ich würde euch empfehlen, niemals neue Schuhe zu nehmen,

00:22:10: sondern immer schon Schuhe, die ihr schon eingewetzt habt, die ihr schon kennt und so was, damit der

00:22:17: Schuh eingelaufen ist und da nichts Unerwartetes kommt. Eine Organisation, würde ich sagen,

00:22:27: oder mache ich zumindest so, ich lege mir alles am Vortag zurecht, ich packe meinen Rucksack am

00:22:32: Vortag, erst lege ich alles auf den Tisch, gucke nochmal, habe ich alles, ich habe natürlich eine

00:22:38: Checkliste, die ich abarbeite und da steht alles drauf, dann wird das alles auf den Tisch gelegt,

00:22:44: wird nochmal geguckt, ist alles dabei, brauche ich das wirklich alles, was da jetzt liegt und dann

00:22:50: wird der Rucksack gepackt und in die Ecke gestellt, dass er am nächsten Tag einfach bereit ist. Ich

00:22:56: habe schlechte Erfahrungen damit gemacht, das auf den letzten Drücker zu machen, weil da vergesse

00:23:01: ich immer die Hälfte, ist mir einfach auch schon passiert. Wichtig ist sicherlich auch nochmal

00:23:08: das Wetter zu checken, dass man weiß, worauf man sich einlässt und worauf man vorbereitet sein muss,

00:23:15: aber selbst da können Überraschungen kommen. Das perfekte Beispiel war jetzt der Adventure Walk

00:23:22: in Thüringen, wir waren auf Regen an dem Sonntag vorbereitet, wir waren sogar auf Regen an dem

00:23:28: Samstag vorbereitet, an dem Samstag war herrliches Wanderwetter, so leicht bewölkt, immer kam

00:23:34: auch mal die Sonne raus, also wirklich schönes Wanderwetter und Sonntag sollte es halt regnen,

00:23:39: dass aus dem Regen dann natürlich noch gewitter wird und Sturm dazu kommt und so was, damit haben

00:23:45: wir nicht so wirklich gerechnet, beziehungsweise darauf finde ich, kann man sich jetzt auch nicht

00:23:50: so gut vorbereiten, weil was soll ich noch machen, außer um Poncho anziehen und warme Klamotten, aber

00:23:56: gegen Gewitter kann ich wenig machen und bei Sturm ist es halt auch, entweder

00:24:03: du hältst es aus, dass dir der Regen waagerecht ins Gesicht schlägt oder eben nicht, aber vor

00:24:09: umstürzenden Bäumen kann ich mich mit keiner Kleidung schützen. Deswegen, man soll sich natürlich

00:24:14: nicht verrückt machen lassen jetzt durch das Wetter, aber seid vorbereitet, dass man einfach weiß,

00:24:19: was auf einen zukommt, zumindest grob. Der Wetterbericht ändert sich ja eh gefühlt stündlich,

00:24:26: aber dass man einfach mal reingeguckt hat. So, wenn möglich ist auch noch ein Tipp einfach,

00:24:31: dass ich es erwähnt habe, geht früher ins Bett, geht früh schlafen, dass er einfach wirklich

00:24:36: ausgeruht seid und fit seid, genau. Das ist eigentlich schon alles das, was ich so wichtig finde

00:24:42: in den Tagen davor. Dann kommen wir noch zur Packliste und meine Verpflegungstipps.

00:24:52: Da habe ich nicht nur jetzt einfach aufgeschrieben, was man so dabei haben sollte, sondern ich habe

00:24:57: auch noch ein paar Anekdoten zu den Verpflegungen mitgebracht, die euch vielleicht einen kleinen

00:25:03: Einblick geben und vielleicht auch helfen für euch, die richtige Strategie zu finden. Also,

00:25:10: was ich auf jeden Fall immer einpacke, ist eine Stirnlampe. Die habe ich aber grundsätzlich

00:25:14: eigentlich immer dabei, weil man weiß nie, wann eine Tour mal länger geht und vielleicht doch in die

00:25:20: Nacht hineingeht oder, oder, oder. Manchmal ist es auch schon so passiert, dass ich eine Höhle

00:25:24: auf dem Weg gefunden habe und ich bin halt neugierig und will dann wenigstens mal gucken,

00:25:29: wenigstens mal so einen Eingang rein. Also eine Stirnlampe habe ich eigentlich grundsätzlich dabei.

00:25:34: Was auch immer dabei ist, ist natürlich eine Powerbank und die Kabel. Ich habe eigentlich auf

00:25:40: jeder Extremwanderung immer mein Poncho mit dabei, weil der mich nicht nur vor Regen schützt,

00:25:49: sondern auch Wind abhält und im Notfall sogar warm hält, weil darunter zirkuliert die Luft recht

00:25:57: schlecht, das heißt man ist an seiner eigenen Heizung und da ich schnell friere, habe ich den

00:26:02: einfach auch für sowas damit. Was ich auch mit dabei habe, ist natürlich Blasenpflaster,

00:26:08: falls ich doch mal eine Blase kriege, dass ich da dann einfach vorbereitet bin oder für mich

00:26:15: halt auch wichtig, wenn mein Wanderbuddy dabei ist oder meine Frau mich begleitet, dass man da

00:26:21: einfach auch aushelfen kann mit nem Blasenpflaster oder halt auch Fremden auf der Strecke, die halt

00:26:27: sowas vergessen haben, finde ich ganz wichtig. Dann habe ich eine kleine Apotheke dabei, also

00:26:34: ein kleines Erste-Hilfekitt, was ich natürlich noch zusätzlich ausgerüstet habe.

00:26:41: Was da bei mir drin ist, ist Thomapyrin Tension Duo, das ist einfach gegen Verspannungskopfschmerzen

00:26:48: ganz gut oder sowas, wenn man lange den Rucksack trägt oder sowas, kriege ich manchmal doch so

00:26:53: Verspannungskopfschmerzen vom Nacken her, dann nehme ich da mal eine, ansonsten habe ich Ibu 600

00:27:00: Milch, Magnesiumtütchen, ja wie gesagt Blasenpflaster und normale Pflaster. Lutsch-Tabletten gegen

00:27:08: Sodbrennen, das ist einfach noch aus meiner früheren Zeit, als ich noch ein bisschen fülliger war,

00:27:17: sage ich mal. Da hatte ich sehr oft mit Sodbrennen zu kämpfen und deswegen habe ich einfach auch

00:27:22: immer jetzt noch Sodbrenn-Tabletten dabei. Was ich auch immer drin hatte, war Traubenzucker und weil

00:27:29: ich am Anfang gesagt habe Tension Duo und Verspannungskopfschmerzen und weil ich hier auch Ibo erwähnt

00:27:36: habe. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber an der Stelle auch nochmal, wenn ihr körperliche Schmerzen

00:27:42: habt, nehmt nicht einfach mehr Ibu und läuft weiter. Wenn man Kopfschmerzen kriegt bei so einer Wanderung,

00:27:49: alles völlig okay. Ich habe das Ibu dabei, falls ich wieder meine Cluster-Kopfschmerzen kriege,

00:27:55: dass ich wenigstens irgendwas dagegen machen kann. Aber wenn ich die bekommen würde bei so einem

00:28:00: Lauf, dann ist der Lauf auch für mich Geschichte. Wenn ich ein Ibu einwerfe, also vor allen Dingen eine

00:28:06: Ibu 600, würde ich auch aufhören, weil wenn dann doch nochmal irgendwie was kommt, was Knieschmerzen

00:28:14: oder Fußschmerzen, Gelenkschmerzen oder so sind, würde ich die gar nicht mitbringen. Deswegen,

00:28:19: wenn ich so was einwerfe, wäre der Marsch für mich dann auch vorbei zu machen, ich mit Cluster-Kopfschmerzen

00:28:24: eh nicht mehr laufen könnte dann. Aber das ist halt so persönlich, was ich damit aber sagen

00:28:29: will ist, wenn ihr wirklich Füße, Knie, Muskeln, Gelenke oder so was, wenn ihr dort Schmerzen habt,

00:28:36: also im Bewegungsapparat, dann hört auf, nehmt nicht ein Ibu, um das auf Krampf durchzuziehen,

00:28:45: das bringt nichts. Klar freut man sich am Ende, dass man eine Medaille hat, aber ihr könnt damit

00:28:50: mehr kaputt machen, als es Nutzen hat. Und wenn ihr das wirklich wollt, so eine Extremwanderung

00:28:56: durchziehen wollt, dann macht das nicht mit Schmerzmitteln. An manchen Stellen muss man dann halt einfach

00:29:02: sagen, okay, es hat halt nicht sollen sein, dann melde ich mich noch mal an. Klar, schade ums Geld

00:29:08: und schade um die Kilometer, die man schon geschafft hat, aber seht es nicht als Versagen,

00:29:13: sondern manchmal hat es halt einfach nicht sollen sein. Und es ist auch gar nicht schlimm, dafür

00:29:18: braucht man sich nicht zu schämen oder so was, aber wenn ihr eure körperlichen Beschwerden mit Ibo

00:29:24: oder sonst irgendwas lahmlegt, der Körper sendet euch diese Signale nicht aus Jux. Und wenn man die

00:29:30: so nicht mehr schafft, mental wegzuboxen, sage ich mal, und zu überstehen, dann sind die Schmerzen

00:29:37: ja meistens so groß, dass der Körper einem sagen will, hör jetzt auf und deswegen hört auf euren

00:29:44: Körper. Das also zu der kleinen Apotheke, die ich immer dabei habe und dann natürlich habe ich

00:29:50: immer zu trinken dabei, bei den organisierten Wanderungen natürlich, also bei den fremdorganisierten

00:29:57: Wanderungen natürlich immer weniger, weil da gibt es die Versorgungspunkte, wo ich das einfach

00:30:02: auffüllen kann, genauso wie zu essen. Bei privaten Wanderungen muss ich natürlich

00:30:08: alles selbst mitnehmen, dann muss man natürlich schon planen, wie lange lauf ich und wie viel

00:30:12: Wasser nehme ich damit und auch bei der Streckenplanung gucken, wo kann ich eventuell da nochmal

00:30:16: Wasser auffüllen, damit ich nicht gleich von Anfang an so viel schleppen muss.

00:30:20: So, kommen wir mal zur Ernährung auf den extremen Wanderungen, was ja auch ein spannender Punkt

00:30:29: ist und dazu habe ich euch einfach auch ein paar Anekdoten immer mitgebracht, damit ihr vielleicht

00:30:34: seht, woraus ich so meine Erfahrungen schöpfen konnte und was ich so für Erfahrungen gemacht habe

00:30:40: auch und vielleicht könnt ihr aus den Erfahrungen auch für euch den ein oder anderen sinnvollen

00:30:46: Tipp ableiten. Also, den ersten Fehler, den ich gemacht habe, war zum Beispiel auf meinem

00:30:54: Hunderter in Berlin, das war der erste Hunderter, den ich gemacht habe, das heißt dementsprechend

00:31:00: groß war der Respekt davor und man ist ja, ich hatte es ja Anfang erwähnt, ich habe nicht

00:31:06: wirklich dafür trainiert, ich war ein bisschen blauäugig an die Sache ran gegangen und wir

00:31:12: haben unseren Rucksack halt gepackt. Es war halt auch mein erster Mammutmarsch, ich wusste nicht so

00:31:17: richtig was bei Mammutmarsch auf uns zukommt, ich hatte verschiedenes gelesen, wie so die 31:23.120 --> 31:29.520 Verpflegung sein soll, naja, jedenfalls haben wir uns ein Rucksack gepackt, mein Wanderbuddy und ich

00:31:29: und hatten am Ende wirklich einen 15 Kilo Rucksack dabei, da war Yfood mit dabei, da waren Eierwaffeln

00:31:36: mit dabei, da waren mehrere Packungen Gummitiere dabei, Knabberkram, wir hatten 5 Liter zu trinken mit

00:31:44: und am Ende ja so rund 12 Kilo haben wir wieder mit ins Ziel genommen. Eine zweite Anekdote, die das

00:31:52: komplette Gegenteil davon war, war jetzt letztes mal beim Megamarsch in Dresden und ich hatte eigentlich

00:31:59: so ziemlich alles, was ich oben gesagt habe, was ich immer dabei habe, hatte ich eigentlich vergessen,

00:32:04: ich hatte tatsächlich keinen gepackten Rucksack für diesen Megamarsch, ich hatte dann das Glück,

00:32:10: dass ich im Kofferraum vom Einkaufen noch eine Flasche Hohes C hatte und dann bin ich tatsächlich

00:32:18: nur mit dieser Flasche Hohes C ohne Rucksack, ohne alles, immerhin Powerbank hatte ich dabei, bin

00:32:24: ich dann beim Megamarsch in Dresden an den Start gegangen und habe mich dann so ein bisschen auf die

00:32:30: Versorgungspunkte dort verlassen. Es hat alles geklappt, das bisschen, was ich am Verpflegung

00:32:35: brauchte, hatte ich an den VPs bekommen, ich konnte mein Wasser dort auffüllen, also eigentlich

00:32:42: hat es auch so geklappt, ja Fazit der Geschichten war so ziemlich für mich, dass es auch mit weniger

00:32:48: geht, als man denkt, dass man manchmal sich einfach zu viele Gedanken macht und dass man gerade bei

00:32:54: organisierten Events auch ein bisschen den Verpflegungspunkten vertrauen kann, wenn einem das Essen

00:32:59: dort zusagt. Deswegen mein ehrlicher Tipp, die Verpflegung auf Extremwanderung wird komplett

00:33:07: überschätzt. Es ist nicht so, dass man dort einen Marathon läuft, sondern man geht ein Marathon. Der

00:33:14: Puls ist bei mir zumindest um die 90 bis 130 rum, je nach Tempo und wie ich an dem Tag zurecht bin,

00:33:21: also nach Kondition. Der Körper ist die meiste Zeit im Ruhebereich oder im Bereich der Fettverbrennung.

00:33:29: Das heißt, man hat gar nicht so einen exzessiven Kalorienbedarf, wie das manche vielleicht

00:33:36: denken oder wie das beim Laufen wäre, sondern man kann es ruhig angehen lassen und man braucht

00:33:41: da nicht schnell immer sich die Kalorien rein ballern. Deswegen, wie gesagt, ich finde,

00:33:47: dass es alles immer ein bisschen überschätzt wird. Ja und die Frage zum Beispiel auch, ob ich mich

00:33:53: davor besonders ernähre oder ob ich mich da irgendwie vorbereite oder so. Nein, ich futere

00:34:00: tatsächlich wie immer so, wie ich Lust habe, wie es mir passt. Ich ernähre mich natürlich schon von

00:34:07: vornherein gesund. Also ich achte schon drauf, was ich esse, aber das mache ich jetzt nicht speziell

00:34:13: wegen dem Extremwanderung, sondern allgemein, weil ich halt darauf achte, was ich so esse. Aber für

00:34:20: so eine Extremwanderung bereite ich mich jetzt nicht besonders vor, dass ich davor irgendwie

00:34:24: eine spezielle Diät oder irgendwie was mache gar nicht. Also vorbereiten, an Essen nicht wirklich

00:34:33: was. Jetzt noch zu meiner, meinen Praxiserfahrung bei solchen Events. Es gibt natürlich eigentlich

00:34:41: gerade bei Megamarsch, Mammutmarsch und wie die ganzen Märsche heißen, gibt es natürlich eigentlich

00:34:48: immer das gleiche Essen. Es gibt immer diesen Rührkuchen, es gibt immer Eierwaffeln, es gibt

00:34:55: immer Toastbrot und so was. Und da muss man natürlich gucken, ob man das verkraftet. Also

00:35:01: testet am besten nichts Neues am Wettkampftag, sondern am besten, ihr wisst schon vorher,

00:35:07: was an Essen ihr davon verkraftet oder nicht. Weil am Wettkampftag selbst so was zu testen,

00:35:15: dann ist schwierig, finde ich. Und dazu auch zwei Anekdoten. Bei mir war es zum Beispiel einmal so,

00:35:23: dass ich beim Mammutmarsch dann Toastbrot gekostet habe und damit komme ich überhaupt nicht klar,

00:35:29: oder mein Magen kam damit überhaupt nicht klar auf dieser Tour. Und mir ging es wirklich eine ganze

00:35:34: Weile lang dann richtig schlecht. Das war irgendwie wie so ein Klumpen mit Magen. Gegenbeispiel dazu

00:35:41: war aber, dass mein Wander-Buddy mir auf unserem ersten Hunderter in Berlin

00:35:47: Yfood empfohlen hatte. Das kannte ich vorher gar nicht und er sagte, ja ich trink das immer mal

00:35:52: bei der Arbeit, ist halt ganz cool als Mahlzeitmal, wenn es schnell gehen muss. Also haben wir uns da

00:35:58: jeder zwei von eingepackt. Wie gesagt, wir waren ja mit 15 Kilo sowieso gut dabei an Verpflegung.

00:36:05: Und dann haben wir uns auf unserem ersten Hunderter dann halt so ein Yfood reingepfiffen.

00:36:12: Das war kurz vor der Nacht. Ich habe das tatsächlich super verkraftet, alles super gewesen. Und mein

00:36:19: Wander-Buddy, der das sonst eigentlich auch trinkt, den hat es komplett ausgehebelt da. Der hat denn

00:36:25: nachts, konnte er erst mal zwei Stunden lang nicht mehr mit mir reden, weil er nur mit sich und seinem

00:36:30: Körper beschäftigt war und ihm wirklich übel im Magen rumging. Deswegen würde ich sagen, ihr wisst,

00:36:39: was ihr verkraftet, was ihr gut vertragt, esst das einfach auch auf den Touren. Und wenn ihr sagt,

00:36:47: ihr verkraftet zum Beispiel auch keinen Toastbrot, dann macht es wie ich, packt euch noch irgendwie

00:36:52: ein schönes belegtes Brötchen ein oder sowas. Ich meine, wenn ich privat unterwegs bin, mache ich

00:36:59: das ja auch nicht anders. Kann euch ja damals erzählen kurz, was ich da so dabei habe an

00:37:03: Verpflegung zumindest. Da habe ich eigentlich immer je nach Tourlänge belegte Brötchen dabei.

00:37:09: Ich habe zwei Packen Knacker dabei, wenn es eine längere Tour ist. Ich habe auf jeden Fall

00:37:16: ein Süßgetränk dabei, weil das leicht verdaulicher Zucker ist. Das heißt, da muss der Magen nicht

00:37:22: wirklich groß was verdauen, sondern ich kriege halt ziemlich einfach Zucker in den Körper.

00:37:29: Und ansonsten habe ich halt noch ein bisschen Gummitiere mit, die ich gerne esse, einfach nur

00:37:35: als Motivation. Was ich in der letzten Folge schon erwähnt hatte, Motivation ist immer ganz wichtig.

00:37:42: Nun aber wieder zurück zum Thema. Kommen wir zum Abschnitt. Die Füße. Die Füße sind ja auf der

00:37:50: Extremwanderung eigentlich das, was am meisten belastet wird und das, was am wichtigsten ist.

00:37:58: Und da habe ich jetzt schon viel gelesen, das Thema Socken. Das Thema Socken ist ja immer ein

00:38:05: ganz wichtiges Thema. Da gibt es viele Diskussionen drüber, viele fragen mich da auch, wie ich das

00:38:11: mache. Deswegen an dieser Stelle einfach mal ein kurzer Einblick, wie das bei mir ist.

00:38:18: Und tatsächlich, ich trage keine speziellen Socken. Ich habe immer mal Wandersocken von

00:38:24: Leuten geschenkt bekommen, so aus dem Familienkreis und sowas, die dachten, ja okay, der geht so

00:38:30: viel wandern, der braucht Wandersocken. Und ich habe diese Wandersocken, ich trage sie natürlich

00:38:36: auch mal, aber ich trage auch die ganz normalen Lidl-Socken in meiner Größe oder wahlweise auch

00:38:43: irgendwelche anderen Discountersocken, weil ich erst mal Socken auch öfters mal durchlatsche

00:38:51: bei den Kilometern, die ich mache. Und da brauche ich mir keine teure Wandersocken holen, weil auch

00:38:56: wenn jetzt vielleicht Leute sagen, ja okay, die latscht man nicht so schnell durch. Nein,

00:39:01: man latscht sie nicht so schnell durch, aber auch die kann man durchlaufen. Deswegen habe ich für

00:39:07: mich halt einfach entschieden, ich brauche keine Wandersocken. Wandersocken bieten natürlich den

00:39:13: Vorteil, dass sie weniger reiben, weil sie sich besser an den Fuß anpassen und auch spezielle

00:39:21: Stellen haben, die verstärkt sind, was helfen kann, Blasen zu vermeiden, weil man in den Wandersocken

00:39:28: eben nicht so rumrutscht. Aber wer genug geht, da gewöhnen sich die Füße auch so an diese

00:39:34: Dauerbelastung. Sie bilden Hornhaut und werden allgemein robuster und dann kriegt man halt auch

00:39:40: keine Blasen mehr. Was ich damit sagen will, der Körper gewöhnt sich an alles eigentlich,

00:39:45: was man regelmäßig macht. Ja und um da auch ein Praxisbeispiel zu bringen, ich habe jetzt

00:39:50: dieses neue Walking Pad und da bin ich barfuß drauf, also mit Socken, um meine Schuhe nicht

00:39:58: noch weiter runter zu latschen. Deswegen wie gesagt barfuß da drauf und am Anfang hatte ich

00:40:05: natürlich zwei Blasen unter den Ballen, weil die Socken halt ein bisschen gescheuert haben und das

00:40:11: neu war mit dem Walking Pad. Gut, dann bin ich die drei Folgetage einfach mit Schuhen aufs Walking Pad,

00:40:18: damit sich die Füße kurz erholen können und die Blasen verschwinden. Das hat auch geklappt und

00:40:25: seitdem wieder barfuß drauf und jetzt kriege ich einfach keine Blasen mehr und wer mir auf Insta

00:40:31: folgt und das immer so ein bisschen mitkriegt, ich laufe auf dem Walking Pad aber auch täglich meine

00:40:36: mindestens 20 Kilometer und da haben sich die Schuhe auch die Füße auch dran gewöhnt. Wie gesagt,

00:40:43: die Quintessenz ist da daraus. Der Körper gewöhnt sich an alles, was man regelmäßig macht.

00:40:48: Was ich aber vielleicht noch als Tipp habe, was Freunde getestet haben und gemacht haben und drauf

00:40:55: schwören und wo auch meine Frau drauf schwört, das ist Hirschtalg. Einfach die Füße vom Wandern

00:41:02: oder vor Extremwanderung einfach mal mit Hirschtalg einreiben. Das macht die Haut ein bisschen weich

00:41:08: und verhindert Blasen. Ich hatte jetzt auch gelesen, dass manche die Füße da mit Wochenlang

00:41:15: vorher behandeln. Aus meiner Erfahrung, was ich gehörte, braucht man das nicht. Also bei den Leuten,

00:41:22: die ich kenne, die den Hirschtalg nutzen und auch darauf schwören, die reiben mir wirklich einmal

00:41:27: vor der Wanderung ihre Füße mit Hirschtalg ein und das reicht völlig hin. Und was vielleicht auch

00:41:33: noch wichtig ist, es haben jetzt vielleicht manche gedacht, es gibt jetzt die eine Sockenempfehlung

00:41:39: oder die eine Socke, die ich empfehlen kann. Nein, kann ich nicht, weil da auch wieder die Körper

00:41:45: sind unterschiedlich. Am Ende muss man es austesten. Ich kann euch immer nur meine Erfahrungen mitteilen,

00:41:52: die ich gemacht habe und vielleicht hilft das halt schon dem ein oder anderen. Das hat halt auch mal

00:41:57: gesagt, ja okay, jetzt habe ich zwar Blasen mir diesmal gelaufen, aber vielleicht brauche ich

00:42:02: nicht andere Socken, sondern ich muss vielleicht mal gucken, dass ich meine Füße einfach an das

00:42:07: mehr gehen gewöhne und dass das dann besser wird. Genauso Thema Ersatzsocken. Einige sagen ja,

00:42:16: dass man auf Extremwanderung immer Ersatzsocken dabei hat oder dabei haben sollte. Ich persönlich

00:42:22: habe keine Ersatzsocken dabei, weil ich auch nach Kilometer 80 nicht mehr aus meinen Schuhen raus

00:42:30: möchte, weil ich glaube, wenn ich meine Schuhe dann einmal ausziehe, ich komme da nicht mehr rein.

00:42:35: Das ist dann alles so eingelatscht und an so einer Grenze, dass ich sage,

00:42:41: nee, da möchte ich jetzt nicht noch meinen Schuh ausziehen und dann noch irgendwie

00:42:45: rumfummeln und da was machen. Anders ist das natürlich, wenn man doch mal Blasen bekommt,

00:42:52: auch da bei meinem ersten Hunderter in Berlin ab Kilometer 80,

00:42:56: hatte ich Blasen und ich habe sie nicht behandelt. Ich habe einfach die nächsten 20 Kilometer

00:43:02: gelitten und wirklich gelitten im Nachgang, das hätte ich nicht machen müssen oder nicht

00:43:08: machen sollen. In dem Fall wäre es vielleicht sinnvoll gewesen, dann doch mal den Schuh auszuziehen,

00:43:13: Blasenpflaster drauf, wieder rein in die Schuhe und weiter geht es. Ich hatte ja auch tatsächlich,

00:43:19: als ich viele verschiedene Schuhe durchprobiert habe, hatte ich ja bei manchen dann auch mal Blasen

00:43:24: an der Ferse oder sowas und da habe ich dann auch Blasenpflaster genommen und Blasenpflaster sind

00:43:31: halt wirklich nur Wohltat, weil die sind schmerzlindernd und das hilft schon sehr.

00:43:40: Kommen wir noch zum nächsten Punkt, die Technik, was man halt alles so dabei hat. Und ja,

00:43:48: ich nehme gleich vorweg, ich bin ein ITler und deswegen auch so ein bisschen Technik,

00:43:54: nur ich mag natürlich Daten und freue mich, wenn ich mir meinen Track dann im Nachgang

00:44:00: angucken kann und schauen kann, ach guck mal hier und da und ich finde es halt einfach toll diese

00:44:05: Daten und deswegen ist bei mir auch so ein bisschen, was ich immer sage, was nicht getrackt ist,

00:44:11: es ist nicht passiert. Was ich auf der Tour wirklich nutze, ist dann aber halt meine Uhr, also meine

00:44:17: Garmin in dem Fall, wo ich auch die Strecke drauf habe, dass ich die immer auf einen kurzen Blick

00:44:24: einsehen kann, wo geht es lang, wo ist die nächste Abbiegung, ich habe die Strecke natürlich auch

00:44:30: nochmal auf dem Handy, damit falls meine Uhr ausfällt, ich einfach noch ein Backup habe und

00:44:36: trotzdem noch weiß wo es lang geht. Offline Karten sind für mich selbstredend, weil wenn Netz weg ist

00:44:45: und sowas, was im Harz zum Beispiel doch öfters mal passiert, dann sind Offline Karten schon recht

00:44:52: wichtig und ich meine Offline Karten jetzt nicht mit einer Faltkarte, sowas habe ich tatsächlich

00:44:58: gar nicht mehr dabei, weil dafür reicht mir dann im Notfall wirklich die Wegbeschilderung,

00:45:04: also hoffe ich, soweit kam es noch nicht und ansonsten habe ich aber Offline Karten auf dem Handy

00:45:11: und durch meine Powerbank und sowas bin ich da auch eigentlich ganz gut aufgestellt, dass ich nicht

00:45:17: die Befürchtung habe, dass auch mein Handy irgendwann mal abraucht und da nichts mehr geht und

00:45:23: wenn es mir jetzt runterfällt und kaputt geht, ja dann habe ich als Backup immer noch meine Uhr,

00:45:28: wo die Strecke drauf ist und auch da habe ich natürlich ein Ladekabel für die Powerbank mit,

00:45:33: dass auch die Uhr nicht ausfällt und dass beides kaputt geht, ja okay, dann hätte ich halt wirklich

00:45:39: Pech, aber wie gesagt Powerbank sollte man auf jeden Fall dabei haben, dass man da einfach akkutechnisch

00:45:46: nicht an irgendwelche Grenzen kommt und die Kabel nicht vergessen, ist mir auch schon passiert,

00:45:52: aber eine Powerbank ohne Ladekabel bringt einem dann doch recht wenig.

00:45:57: So und damit habe ich eigentlich alles zusammengefasst, was ich so auf den Touren dabei habe oder

00:46:03: wo ich der Meinung bin, was man dabei haben sollte, hoffe ihr könntet da einen guten Einblick gewinnen

00:46:12: und deswegen kommen wir jetzt nochmal zum Ziel-Einlauf und vor allem zur Regeneration.

00:46:17: Ich hatte ja im Folge 4 den Ziel-Einlauf selbst schon behandelt und hatte da auch schon gesagt,

00:46:23: dass man vielleicht im Zielbereich nicht so lange verweilen sollte, weil man dann halt schwer wieder

00:46:29: in Gang kommt und man ja auch meistens noch irgendwie nach Hause kommen muss. Das heißt, da

00:46:35: vielleicht nicht zu viel Zeit verbringen, dass man es einfach natürlich langsam ausklingen lässt,

00:46:41: dass man seinen Sieg auch feiert, dass man ins Ziel gekommen ist, keine Frage, aber dass man halt

00:46:48: auch guckt, dass man wieder hoch kommt und es noch nach Hause schafft. Mein Tipp war da ja auch zum

00:46:55: Beispiel noch ein bisschen Energie zu führen, mal noch ein Stück Schokolade oder das Finisher Bier,

00:47:02: das hilft ja schon. In den Tagen danach, möchte ich jetzt noch sagen, achtet auf eure Regeneration.

00:47:11: Wie ich ja vorhin schon mal gesagt habe, der Körper ist wichtig, der Bewegungsapparat

00:47:16: braucht Regeneration und manchmal merkt man das gar nicht, dass der Körper eigentlich doch

00:47:23: recht geschunden ist von der Anstrengung und will dann gleich wieder zum nächsten Starten oder

00:47:29: am nächsten Tag gleich schon wieder losmachen, aber gönnt dem Körper auch die Regenerationszeit.

00:47:36: Lass ihn sich einfach ein bisschen erholen, gönnt ihm gutes Essen, vielleicht danach

00:47:44: ein bisschen eiweißhaltiger Ernährung, dass der Körper auch die Muskeln gut versorgen kann

00:47:50: und drängt ihn halt nicht gleich zum nächsten Lauf. Es sei denn natürlich, es ist als Training 500er

00:47:57: gedacht, wie zum Beispiel an so einem Wochenende, wo man Samstag dann in 50er läuft und Sonntag dann in

00:48:04: 30er, aber auch da, da seid ihr ja dann quasi mental darauf vorbereitet, da zählt es dann halt

00:48:11: nach dem Wochenende, dass ihr dem Körper dort ein bisschen ruhig gönnt, dass er sich von dieser

00:48:17: Belastung wieder erholen kann. So und da wir nun langsam zum Ende der Folge kommen, möchte ich euch

00:48:24: nun wie versprochen ein kleines Fazit im Mammutmarsch in Hamburg geben. Die hatten ja dort die 60er-Strecke,

00:48:32: also die 60 Kilometer-Tour, die mir sehr gut gefallen hatte, gekürzt. Man ging auf der 60er-Tour

00:48:39: ja schön am Wasser entlang und dann nach Blankenese, was mir sehr, sehr gut gefallen hat an der

00:48:45: Tour und ich hatte ja schon gehofft, dass sie die Tour nicht an den falschen Stellen kürzen. Und ihr

00:48:52: ahnt es schon, sie haben ja die 60er-Tour gestrichen und haben dafür nur noch eine 50er und eine

00:48:59: 30er-Tour im Angebot und leider Gottes haben sie es so gemacht, dass sie die 42er-Tour von damals

00:49:09: auf 50 Kilometer erweitert haben und die 30er-Runde komplett neu ist. Und ich muss leider sagen,

00:49:18: das schönste Stück, was mir auf der 60er-Tour halt so gefallen hatte, das haben sie leider rausgeschnitten.

00:49:23: Also für mich haben sie an den falschen Stellen gekürzt und leider haben wir jetzt, also mein

00:49:29: Wanderbuddy und ich, da waren wir uns einig, war das dann auch der letzte Mammutmarsch in Hamburg,

00:49:35: den wir mitgemacht haben, weil die schöne Strecke halt einfach nicht mehr da ist und sonst war das

00:49:41: ja immer so unser Einstieg ins Wanderjahr, ins extremen Wanderjahr und das werden wir so auch

00:49:48: nicht mehr machen. Aber wir sind schon dabei zu klären, ob wir dann vielleicht einfach private Tour

00:49:53: in Hamburg machen. Und wer weiß, vielleicht kann uns daher auch der ein oder andere von euch begleiten,

00:50:00: wenn ihr Lust habt. Aber wie gesagt, da sind wir noch an der Planung und das auf jeden Fall zur

00:50:06: Auswertung in Hamburg. So und damit sind wir dann jetzt wirklich auch am Ende der Folge noch

00:50:12: vielleicht als kleinen Merksatz, den ich in der Folge schon erwähnt habe und euch aber noch mal

00:50:18: explizit mit auf den Weg geben möchte. Denkt immer dran beim extremen Wander. Man läuft keinen

00:50:24: Marathon, sondern man geht ihn, hört auf euren Körper. Das Ego ist tatsächlich der schlechteste

00:50:31: Berater in dem Fall und führt euch immer vor Augen. Abbrechen ist kein Scheitern. Man kann es immer

00:50:39: wieder noch mal probieren. Dann habe ich jetzt natürlich auch noch eine Frage an euch wieder und

00:50:45: zwar habt ihr noch Fragen zur Vorbereitung, die ich vielleicht noch mal aufgreifen soll oder die

00:50:51: euch interessieren. Schreibt mir das gerne mal bei Instagram per Direct Message, wie das schon einige

00:50:58: von euch immer machen. Ich freue mich da immer sehr über Feedback und bin da auf eure Meinungen

00:51:05: gespannt. Deswegen schreibt mir. So, dann noch ein kleiner Teaser für die nächsten Folgen. Wie

00:51:11: ich schon erwähnt hatte, es wird eine Ernährungsfolge geben. Wann genau kann ich aber noch nicht sagen,

00:51:18: da ich in zwei Wochen dann erstmal eine Woche auf dem Frankenweg bin. Auch da werde ich mein

00:51:24: Podcast Equipment mitnehmen und meine Mitreisenden mal interviewen und da wird es dann halt ums Wander

00:51:31: gehen, um Fernwandern etc. Und halt Gastkommentare. Und dann hatte ich mir noch eine dritte Idee überlegt

00:51:41: und zwar gehe ich auch bald auf die Saale Horizontale. Das ist eine 100 Kilometer Wanderung. Da bin ich

00:51:50: wieder mit meinem Wanderbuddy unterwegs und da ich den hier so oft erwähne und so oft von ihm erzähle,

00:51:57: hatte ich mir überlegt, werde ich auch auf den 100 Kilometer Marsch mein Podcast Equipment mitnehmen

00:52:02: und ihn einfach mal interviewen und wir haben vor, so ein bisschen was zu erzählen, was wir so auf

00:52:09: den, auf einer 100 Kilometer Wanderung fühlen, was wir so denken und auch nochmal Einblicke in

00:52:15: unsere vergangenen Wanderungen zu geben und dann halt nicht nur aus meiner Sicht, sondern auch mal

00:52:21: aus Sicht meines Wanderbuddys. Also ihr merkt, sind auf jeden Fall noch spannende Folgen geplant und

00:52:29: ich hoffe, ihr bleibt dran und wir sehen uns zur nächsten Folge, wenn es wieder heißt,

00:52:34: unterwegs im freien Gespräche vom Wegesrand. Macht euch noch einen schönen Tag und bis dann, ciao!

Über diesen Podcast

Ich will dich rauskriegen. Weg vom Bildschirm, rein in die Natur. Ein Blog oder YouTube-Kanal würde dich wieder nur vor den Monitor holen – ein Podcast dagegen begleitet dich auch draußen: beim Wandern, Joggen, Spazierengehen oder einfach unterwegs sein.

In Unterwegs im Freien spreche ich über alles, was das Draußensein ausmacht – übers Wandern und Extremwandern; von kleinen und großen Touren; über Ausrüstung, Motivation und die Menschen, die man auf dem Weg trifft.

Ein Podcast für alle, die gern draußen sind – und manchmal einfach stehen bleiben, um zuzuhören.

von und mit Tom Wawerek

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