Unterwegs im Freien - Gespräche vom Wegesrand

Gespräche vom Wegesrand

Transkript

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Unterwegs im Freien Gespräche vom Wegesrand.

00:00:08: Ich wünsche euch erstmal noch ein gesundes neues Jahr. Es hat ja nun etwas länger gedauert mit der

00:00:16: neuen Folge, da wir am Anfang viel mit Schnee und dem Winter noch zu kämpfen hatten. Ich

00:00:24: hatte probiert auch da eine Folge aufzunehmen, aber da ich das gerne wie jetzt hier im Freien

00:00:29: mache, befinde mich gerade wieder auf einer Runde um Quedlenburg. Im Winter war das nicht so

00:00:37: einfach mit der Aufnahme, da man im Hintergrund dann nur Schnee gekraspel gehört hat und wenig

00:00:44: von dem was ich zu erzählen habe. Sei es drum, jetzt ist die neue Folge da und ich habe ein spannendes

00:00:52: Thema mitgebracht und zwar das Thema Extremwanderen. Viele von euch wissen ja, dass ich leidenschaftlicher

00:01:00: Extremwanderer bin und da ich dazu jetzt zu dem Thema schon so viele Fragen bekommen habe, sei es

00:01:08: über Ausrüstung, darüber wie meine erste Extremwanderung war und ob ich Tipps und Tricks

00:01:16: habe, wie man sich darauf vorbereiten kann und was das überhaupt ist, habe ich mir gedacht,

00:01:24: Mensch, das wäre doch ein super Thema für eine Podcast-Folge. Und da das auch ein größeres

00:01:29: Thema ist, habe ich mir gedacht, ich unterteile das in zwei Folgen. In der ersten geht es jetzt

00:01:36: erstmal darum, was ist Extremwanderen, was motiviert einen zum Extremwanderen, was sollte man mental

00:01:45: mitbringen und in der zweiten Folge geht es dann eher um die Planung, die Vorbereitung, also wie kann

00:01:52: man dafür trainieren, was sollte man dann bei der Durchführung dabei haben, also Ausrüstung etc.

00:02:01: und noch so kleine Tipps und Tricks. Ich würde am Anfang mal kurz jetzt umreißen, was

00:02:06: Extremwanderen ist. Extremwanderen bezeichnet das Wanderen von langen Strecken, die innerhalb

00:02:15: eines Tages oder ohne Unterbrechung zurückgelegt werden. Das sind meistens so ab 30 Kilometer

00:02:24: aufwärts und im Gegensatz zu normalen Wanderen steht beim Extremwanderen weniger der Fokus auf das

00:02:32: entspannte Gehen draußen sein, sondern beim Extremwanderen geht es schon mehr darum, seine

00:02:41: Ausdauer zu testen, seine mentale Stärke zu testen und auch an seine persönlichen Grenzen zu

00:02:48: gehen bzw. darüber hinaus und es gibt keine einheitliche Definition, was Extremwanderen ist. Für

00:02:57: den einen fängt Extremwanderen früher an, für den anderen später, aber ihr habt so mal so ein

00:03:04: groben Umriss, worum es beim Extremwanderen geht. Nun fragen sich vielleicht einige auch,

00:03:13: was motiviert einen überhaupt dazu? Was motiviert einen sich zu so einer Extremwanderung anzumenden?

00:03:19: Da gibt es natürlich verschiedene Motivatoren, sicherlich einerseits die Medaille vielleicht,

00:03:29: die es am Ende so ein Event gibt, dass man sich freut, dass man es geschafft hat und am Ende

00:03:34: auch eine Medaille als Auszeichnung dafür kriegt, die man sich vielleicht auch hinhängen kann als

00:03:39: Erinnerung, dann gibt es natürlich den Selbstbeweis, dass man sich einfach selber was beweisen will,

00:03:47: schaffe ich das, schaffe ich das nicht und es gibt sicherlich auch die Community als

00:03:53: Motivator, dass man zum Beispiel sagt, man hat das jetzt gehört. Ich habe schon so viel von

00:03:59: Extremwanderung gehört, jeder erzählt davon oder viele erzählen davon und erzählen wie toll

00:04:04: diese Märsche sind und dass man da alle zusammen ein Ziel verfolgen und sowas kann

00:04:10: einen natürlich auch motivieren, sich da anzumählen, einfach mal sowas mitzuerleben und sowas

00:04:16: auch genießen zu können. Bei mir persönlich ist die Motivation, habe ich festgestellt,

00:04:24: die Grenzerfahrung, sprich die eigene Grenze zu finden und diese dann auch möglichst zu verschieben,

00:04:35: also nach hinten zu verschieben, weiter zu gehen, über sich hinaus zu wachsen. Da kann ich zum

00:04:42: Beispiel von meiner ersten Extremwanderung erzählen. Einige hier haben davon schon gehört,

00:04:49: weil ich es in den anderen Podcast von auch schon mal erwähnt hatte. Die erste offizielle

00:04:54: Extremwanderung, für die ich mich angemeldet hatte, war der Adventure Walk. Zur Vorbereitung bin ich

00:05:01: davor mal einen 50 Kilometer Marsch am Elbradweg gegangen, ohne Höhenmeter einfach nur um zu

00:05:07: testen, ob ich überhaupt die 50 Kilometer schaffe, ob ich für den Adventure Walk gerüstet bin,

00:05:14: weil der hat ja dann auch noch etliche Höhenmeter. Selbst nach dem Adventure Walk dann habe ich

00:05:20: gemerkt, Mensch, da geht noch was, du bist hier noch nicht an deine Grenze gekommen. Ich war

00:05:26: natürlich erschöpft, keine Frage, aber es war noch nicht die Grenze. Und ja, um genau diese

00:05:36: Grenze dann zu finden auch, war dann die Motivation so hoch, dass ich kurz nach dem

00:05:41: Event gleich geschaut habe, was gibt es noch so? Bin dann ziemlich schnell auf einem Veranstalter

00:05:46: gestoßen, der auch in Berlin ein 100 Kilometer Marsch anbietet. Da habe ich dann nicht lange

00:05:54: überlegt, weil ich mir dachte, okay, Berlin 100 Kilometer, du hast keine Höhenmeter dabei,

00:05:59: das ist wirklich reine Strecke, das könnte man schaffen, melz du dich einfach mal an.

00:06:06: Hab dann meinen Wanderbody gefragt, ob der mitkommt. Ja, der hat sich spontan dazu entschieden,

00:06:13: zu sagen, ja, okay, klar, lass uns das probieren. Und so haben wir uns in Berlin für den 100er angemeldet.

00:06:22: Dort war es dann tatsächlich so, dass ich meine Grenze auch gefunden habe. Hallo. Ja, ich kann

00:06:31: ja einfach mal ein bisschen davon erzählen. Also es war so, dass es bis Kilometer 50 war es

00:06:36: wieder kein Problem, waren ja keine Höhenmeter. Es war dann schon dunkel, aber in Berlin merkt man

00:06:40: von der Nacht jetzt auch nicht so viel, sage ich mal, sehr alles beleuchtet. Und das war also

00:06:47: nicht das Problem. Bis Kilometer 75 war dann auch alles gut. Und da war es dann so, dass wir den

00:06:54: Sonnenaufgang entgegensehnten und auf das 80 Kilometer Schild warteten. Und dieses 80 Kilometer

00:07:04: Schild, es kam aber einfach nicht. Es wollte Part 2 nicht in Sicht kommen. Natürlich, dass du

00:07:10: mehr und mehr darauf wartest, desto öfter checkt man seine Uhr, checkt die Kilometer und man sieht

00:07:16: dieses Schild nicht. Die Motivation rutscht immer weiter in den Keller. Und irgendwann bei laut

00:07:24: Uhr bei Kilometer 82 kam dann endlich dieses Schild. Und wir haben uns natürlich gefreut. Es war

00:07:32: nochmal so ein kleiner Motivationsschub, aber auch wirklich nur ein kleiner. Wir haben ein Foto

00:07:38: gemacht, die Sonne ging auf, es war wieder hell. Es war wirklich auch ein schöner Anblick da in

00:07:43: den Pots, da mal sehen, herrlich. Aber dann so ab Kilometer 80 ging es dann auch langsam los,

00:07:50: dass man sich so Blasen gelaufen hat und dass die Füße wehtaten und das immer schlimmer

00:07:57: wurde. Wir haben uns dann aber gegenseitig motivieren können noch und haben gesagt,

00:08:03: nee, komm, also wir ziehen es jetzt auf jeden Fall durch, egal was passiert. Und wenn wir uns

00:08:08: ziel griechen und tatsächlich so haben wir uns das gesagt, wir bleiben jetzt dran. Und das gute war

00:08:17: auch, dass man in dem Fall als größere Gruppe ging beziehungsweise, dass wir ja immer andere

00:08:25: noch getroffen haben, die dasselbe Ziel verfolgen und man dann gegenseitig so ein bisschen über die

00:08:30: Schmerzen gewitzelt hat, die man so gegenseitig hatte. Man sieht ja dann den anderen auch das Leid

00:08:36: an und ja in dem Fall war es dann wirklich geteiltes Leid, das halbes Leid und das schleppte uns so bis

00:08:43: Kilometer 90 und etwas drüber hinaus und dann war aber irgendwann einfach nur noch stumpf für

00:08:51: sich selber weitergehen. Wir haben kaum noch geredet, es war einfach nur noch wann endet das

00:08:57: endlich und dann muss ich auch so nachhinein sagen, ich glaube Kilometer 90 war dann auch so meine

00:09:06: persönliche Grenze, die ich da gefunden habe. Und ja, da ging es dann natürlich darum,

00:09:13: diese Grenze nach hinten zu verschieben, das haben wir mit allen Mitteln versucht und es war

00:09:21: nicht einfach, also gerade die letzten drei Kilometer, man sieht dann immer die Schilder nur noch

00:09:25: 3000 Meter nur noch 2000 Meter und es klingt erst mal wenig, wenn man das so hört, aber wenn

00:09:33: du schon so viele Kilometer in den Knochen hast und wirklich einfach an der Belastungsgrenze bist,

00:09:39: dann ist es unerträglich und es zieht sich wirklich ewig hin. Wir haben es natürlich dann

00:09:50: letztendlich ins Ziel geschafft, völlig erschöpft und wirklich völlig fertig. Wir sind auf der Wiese

00:09:57: zusammen, wir sunken, haben uns noch, Gott sei Dank wurden wir abgeholt von Freunden und von meiner

00:10:05: Frau und haben dann auch ein Siegerbier noch getrunken, aber wir waren wirklich fix und alle

00:10:12: und an dem Tag ging wirklich nichts mehr. Ich werde auch nie vergessen, dass ich dann,

00:10:17: als wir zum Auto gegangen sind, länger gebraucht habe, als meine Tochter, die gerade erst gegen

00:10:25: gelernt hatte. Also ja, das war so eine typische Grenze finden und Grenze nach hinten verschieben

00:10:34: Erfahrung und das ist was, was zumindest mich auch immer wieder motiviert an diesen

00:10:42: Extremwanderung teilzunehmen. Jetzt ist es natürlich so, dass es auch schon eine Motivation ist an

00:10:49: diesen Events teilzunehmen, bei 50 Jahren auch und so was, weil es einfach Spaß macht,

00:10:56: eine neue Strecke zu entdecken, weil es eine gute Möglichkeit ist, mich mit Freunden zu

00:11:01: unterhalten und einfach mal abzuschalten und rauszukommen und da genieße ich natürlich die Zeit und

00:11:08: vor allen Dingen auch das lange draußen sein dabei. Damit komme ich dann zu meinem nächsten

00:11:14: wichtigen Punkt. Jetzt hat man sich also dazu motiviert, an so einem Event teilzunehmen und

00:11:23: man ist natürlich euphorisch und freut sich auf dieses Event und steht dann am Start und dann denkt

00:11:30: man das erste Mal über die Länge der Strecke nach und deswegen ist jetzt mein nächster Punkt,

00:11:37: was ganz wichtig ist, ist die mentale Komponente dabei. Das Mindset, mit dem man an den Start geht,

00:11:45: was man dabei hat, worüber man sich so Gedanken macht und was man dabei backen könnte,

00:11:53: sollte. Man steht also an dem Start und denkt dann über die gesamte Strecke nach und es ist

00:12:01: natürlich ein mentales Brett, wenn man sich dann diese Länge der Strecke vorstellt. Seien das nun

00:12:09: 30 Kilometer, sein das 50 Kilometer, sein das 100 Kilometer. Deswegen auch an dieser Stelle noch

00:12:15: mal gesagt, ich rede jetzt natürlich meistens von Wanderung 50 und 100 Kilometern, weil ich dort

00:12:23: am besten diese Erfahrungen gemacht habe und von diesen Erfahrungen euch natürlich berechnen will.

00:12:29: Das gilt aber natürlich genauso für Strecke wie 30 Kilometer. Es ist genauso unglaublich,

00:12:35: wenn jemand seinen ersten 30 Kilometer macht schafft und dabei an seine körperlichen Grenzen

00:12:41: gegangen ist und vielleicht sogar auch darüber hinausgewachsen ist. Das ist genauso faszinierend

00:12:46: und verdient genauso viel Anerkennung. Sowas möchte ich nicht schmälern und mir ist es wichtig,

00:12:53: das hier nochmal klarzustellen. Der einzige Grund, warum ich meistens von 50 bis 100 Kilometern rede,

00:13:00: ist, weil ich genau bei diesen Strecken eben meine Erfahrungen gemacht habe und sammeln konnte.

00:13:06: Aber nun zur mentalen Komponente. Ich denke dann zum Beispiel, wenn ich am Start stehe,

00:13:13: nur einmal kurz an die Länge der Strecke wirklich. Ich denke nicht die ganze Zeit über Mensch,

00:13:20: das ist hier 100 Kilometer vor dir. Und deswegen denkt in Etappen. Versucht einfach in kleineren

00:13:27: Etappen zu denken. Wenn ihr auf Events seid, denkt von Versorgungspunkt zu Versorgungspunkt

00:13:33: zum Beispiel, das naheliegendste. Oder wenn euch das soweit ist, denkt da dran, ihr macht

00:13:39: zwischendurch noch mal eine kleine Pause, vor dem Snack ist. Was Süßes oder so, was Süßes

00:13:44: motiviert eigentlich immer. Es ist immer gut, ein bisschen Zucker, aber der gibt einem nicht nur Energie,

00:13:49: sondern es ist auch so ein kleiner Motivationsschub, sich einfach mal was zu gönnen. Genau,

00:13:54: also denkt in kleineren Etappen. Wenn ich zum Beispiel Wanderungen auch selbst organisiere,

00:13:59: wo ich selber dann eine Extremwanderung mache, sei es alleine, sei es mit anderen zusammen,

00:14:06: ich denke auch dort in Etappen. Ich kenne die Strecke, ich weiß, wo Aussichtspunkte kommen und

00:14:13: denke natürlich dann schon an den nächsten Aussichtspunkt und freue mich darauf, genieße dann

00:14:19: natürlich auch diesen Aussichtspunkt, wenn ich dort bin und zelebriere das so ein bisschen. Und das

00:14:24: sind so die kleinen Motivatoren auf der Strecke, die dir immer wieder Kraft geben und dich immer

00:14:32: wieder weitergehen lassen. Also wie gesagt in Etappen denken. Das zweite, was ich wichtig finde,

00:14:41: noch mal zu erzählen, ist, es wird Tiefpunkte geben. So gut wie nie hatte ich es mal, dass ich

00:14:50: auf einer Tour keinen Tiefpunkt hatte. So ein Motivationsloch, wo man eigentlich sich überlegt,

00:14:56: dieses typische, was man auch so hört, warum mache ich diesen Blödsinn eigentlich? Warum

00:15:01: tue ich mir das an? Und dieses Motivationsloch, es kommt und ihr solltet darauf aber vorbereitet

00:15:09: sein. Zum Beispiel weiß ich, dass mein Motivationsloch meistens so zwischen 32 und 37 Kilometern

00:15:15: kommt. Irgendwann dann trifft es mich meistens. Und mittlerweile weiß ich das und kann damit ganz

00:15:22: gut umgehen und weiß dann auch, wie ich mich da schnell wieder rauskriege, aber es kommt. Vielleicht

00:15:27: ist es auch mittlerweile deswegen so, dass es kommt, weil ich eben weiß, dass es dort kommt.

00:15:35: Egal wie, wenn es da ist, braucht ihr Strategien, wie ihr euch dort wieder rauszieht.

00:15:42: Und das können natürlich auch wieder sein. Okay, ich mache eine Pause, ich gönne mir einen Snack. Ich

00:15:49: unterhalte mich einfach mit jemandem anderen. Wenn ihr jemanden dabei habt, fangt ein Gespräch an,

00:15:55: wenn ihr das nicht schon macht, weil meistens kommt das Motivationsloch ja nicht, während man sich

00:16:01: unterhält, weil man ist abgelenkt, man konzentriert sich nicht so wirklich auf die Kilometer. Das

00:16:07: Motivationsloch kommt meistens, wenn man so in den eigenen Gedanken versinkt. Und das ist natürlich

00:16:14: gut, einfach wenn man jemanden dabei hat, mit dem man ein Gespräch führen kann, mit dem man sich

00:16:19: einfach ein bisschen austauschen kann. Das lenkt ab und man ist ganz schnell wieder raus aus dem

00:16:24: Motivationsloch. Wenn man alleine ist, ist das Ganze schon ein bisschen schwieriger, da

00:16:31: ist es bei mir eher so, ich führe tatsächlich dann auch Selbstgespräche. Das klingt jetzt erst

00:16:37: mal etwas mit dem los, aber ja, nichts anderes mache ich hier gerade bei dem Podcast. Ich

00:16:43: laufe hier alleine in der Natur rum. Man hört vielleicht, dass Vögel ich in dem Hintergrund

00:16:47: switchern, aber sonst ist hier keiner und ich unterhalte mich ja auch klar jetzt mit euch und ich

00:16:54: nehme es auf. Aber oft, wenn ich dann im Wald alleine unterwegs bin auf diesem Extremwanderung,

00:17:00: spreche ich dann noch einfach Gedanken laut aus, denke einfach laut nach und auch das hilft,

00:17:07: ein so ein bisschen abzulenken, wegzukommen von diesen Gedanken, wie viele Kilometer sind es noch,

00:17:14: wie lange dauert es noch und diesen Motivationsloch entgegenzuwirken. Also vielleicht ist das auch

00:17:21: was, woran ihr noch nicht gedacht habt und was euch vielleicht hilft, so ein Motivationsloch zu

00:17:27: überwinden. Denn tatsächlich ist es oft so, dass die meisten Extremwanderungen eher daran scheitern,

00:17:37: dass die Motivation verlässt und dass man sagt, ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr und Schluss.

00:17:47: Es ist seltener eigentlich eine körperliche Variable. Wenn es was körperliches ist, was

00:17:54: gesundheitliches, Schmerzen etc., wo man wirklich sagt, hier geht nichts mehr oder ich müsste

00:18:00: jetzt eine Schmerztablette nehmen, lasst es, nehmt keine Schmerztabletten bei sowas. Der Körper

00:18:08: sagt euch nicht umsonst, es tut so weh, es geht nicht mehr. Entweder man hat dann die mentale Stärke

00:18:16: und es klingt vielleicht blöd und läuft gegen den Schmerz an, aber wenn der Schmerz so groß ist,

00:18:24: dann will der Körper einem auf jegliche Art sagen, lasst es bis hierhin und nicht weiter.

00:18:30: Sowas kann auch passieren, es ist nicht schlimm, an der Stelle sollte man dann wirklich aufhören.

00:18:36: Das aber nun mal so nehmen bei auf sowas gehe ich nochmal in der zweiten Folge dann genau

00:18:42: einen, wo es auch ums Training geht und sowas alles. Ihr habt es schon gemerkt, ich hatte schon

00:18:49: gesagt, es ist gut, wenn man jemanden dabei hat, deswegen nehme ich auch nochmal den Punkt hier

00:18:54: mit auf, die Vorteile zwischen alleine unterwegs sein und in der Gruppe unterwegs sein. Alleine

00:19:01: unterwegs sein hatte ich ja gerade schon, es ist natürlich mental anstrengender, mental herausfordernder,

00:19:09: wenn man alleine unterwegs ist, weil man eben sich nicht so leicht ablenken kann,

00:19:14: sondern weil man die ganze Zeit mit sich allein ist. Man kann natürlich sein eigenes Tempo gehen,

00:19:18: man kann seine eigene Pause machen, man kann den ganzen Marsch völlig nach eigenem Ermessen

00:19:25: gestalten, aber es ist auch, wie gesagt, schwieriger sich abzulenken. Das sind so die

00:19:32: Vor- und Nachteile am Alleinwandern. Natürlich, die Natur hat viel zu bieten und man kann viel

00:19:39: sehen, aber ich bin auch ganz ehrlich, nach 50 Kilometern bin ich manchmal auch nicht mehr ganz

00:19:47: so fasziniert von allem. Da sind es dann wirklich hauptsächlich die Aussichten und sowas, die noch

00:19:53: vieles rausreißen, aber nicht mehr der normale Standard-Waltweg, der holt mich nach 40, 50 Kilometern

00:19:59: auch nicht mehr ab. So ehrlich bin ich da auch. Deswegen wäre auch mein Tipp an dieser Stelle,

00:20:07: sucht euch ein Freund, sucht euch eine Gruppe, mit der ihr das machen könnt, dass ihr nicht alleine

00:20:13: an den Start geht. Es ist immer besser, wenn man jemanden noch dabei hat und man sich gegenseitig

00:20:20: motivieren kann, wenn der eine nicht mehr kann, kann der andere vielleicht gerade noch oder dem

00:20:25: geht es gerade noch besser und man kann sich einfach gegenseitig motivieren und weiterziehen.

00:20:29: Das hilft enorm und auch die Gespräche untereinander helfen enorm, sich abzulenken. Man unterschätzt

00:20:38: das vielleicht, aber da vieles wirklich eine Kopfsache ist beim Extremen an, ist Ablenkung immer,

00:20:45: immer gut. Nachteil gibt es natürlich in der Gruppe auch, wenn ich mit anderen zusammen laufe. Die

00:20:51: laufen vielleicht nicht unbedingt meinen Tempo. Es kann sein, dass sie schneller laufen als ich

00:20:56: und wenn ich dann mithalten möchte, dann bin ich natürlich auch eher fertig, wenn ich das nicht

00:21:03: gewohnt bin oder sowas. Deswegen sollte man sich in der Gruppe auch vorher abstimmen oder zumindest

00:21:09: ein bisschen gucken, dass man sich ein Partner oder eine Partnerin sucht, mit der man an den Start

00:21:14: geht, die ungefähr das gleiche Tempo hat, dass man eben nicht zu schnell startet und dann hinten

00:21:21: raus wird es dann dünn und die Ausdauer hat doch nicht gereicht. Das wäre dann natürlich schade.

00:21:26: Wo die Gruppe auch hilft, ist bei den ganz langen Touren oder wenn ihr vorhabt mal eine Extremenwanderung

00:21:35: bei Nacht zu machen, die Nacht ist noch mal was ganz anderes. In der Nachtwandern ist auch mental

00:21:45: noch mal anstrengender. Wenn man nicht gerade noch stattläuft, hat man nicht nur mit der

00:21:53: Müdigkeit zu kämpfen, sondern auch damit, dass man nicht sieht. Klar, jetzt sagt man,

00:21:59: hast ja deine Taschenlampe und du siehst auch was. Ja, aber du siehst nur was in diesem Lichtkegel.

00:22:05: Und diese Lichtkegel ist natürlich eingeschränkt. Du kannst nicht so weit gucken, das heißt die

00:22:12: Entfernungen kommen dir länger vor, da du nicht weißt, wie weit ist es noch jetzt zum Horizont,

00:22:19: sage ich mal. Und rechts und links siehst du weniger. Es gibt weniger, was dich ablenkt,

00:22:24: was dein Auge beschäftigt, sondern du siehst nur, du hast einen Tunnelblick und dieser Tunnelblick

00:22:32: ist nachts extrem anstrengend. Und da ist dann auch wieder gut, wenn du ein Partnerin oder

00:22:41: ein Partner an deiner Seite hast und einfach gemeinsam losziehst, weil du kannst dich unterhalten

00:22:46: und du denkst nicht groß darüber nach, was in den nächsten Kilometern kommt oder was kommt

00:22:56: genau. Was auch nachts unterschätzt wird, ist die Kälte. Das heißt, wenn ihr eine Extremweinerung

00:23:05: über Nacht macht oder eine so Nachtmarsch. Beim Nachtmarsch ist es vielleicht nicht ganz so

00:23:11: extrem, aber wenn ihr eine längere Tour macht, die in die Nacht reingeht, denkt auf jeden Fall

00:23:17: ein warme Klamotten, die Kälte wird oft unterschätzt. Auch mir ist es in Berlin,

00:23:21: bei meinem 1. Hundertter passiert, dass ich die Kälte der Nacht unterschätzt habe. Wir sind am

00:23:26: Tage bei herrlichem Wetter gestartet, T-Shirt-Wetter alles super und nachts wird es aber dann doch

00:23:33: verhältnismäßig extrem kalt und ich hatte nun Hoodie dabei und habe wirklich gefroren und das

00:23:40: zerbt an den Nerven, das möchte man einfach nicht haben und ist einfach etwas, was man vermeiden

00:23:46: kann und vermeiden sollte. Weil es ist schöner, wenn man einfach sich wohl fühlt

00:23:54: wenigstens und wenn da nicht noch eine zusätzliche Belastung auf einen zu kommt. Ja, ihr merkt also

00:24:01: schon, Nacht ist das Ganze nochmal wesentlich anstrengender und das sollte man auf jeden Fall

00:24:06: im Hinterkopf haben. Ich möchte an der Stelle eine kurze Anekdote erzählen zu der mentalen

00:24:15: Herausforderung, als ich damals mit meinem Wanderbody die Hundert Kilometer gegangen bin. Da sind wir

00:24:26: in Quedlenburg gestartet und wollten auf den Brocken und dann wieder zurück und in Quedlenburg los

00:24:37: nachmittags und waren dann gegen, ja ich würde sagen gegen 18 Uhr oder sowas waren wir dann schon

00:24:43: höher Blankenburg und im Herrs und es fing an zu regnen und wirklich nicht nur so leicht, sondern es

00:24:51: fing in Strömen an zu regnen. Wir hatten Gott sei Dank Ponchos mit dabei, aber auch da die Wege waren

00:24:58: innerhalb kürzester Zeit, weil es vorher so trocken waren, waren die Wege überflutet, weil das Wasser

00:25:03: nicht schnell genug abgelaufen ist und am Anfang die ersten zehn Minuten macht man sich noch Gedanken

00:25:09: darüber, oh Mensch, hoffentlich bleiben die Füße trocken, das war aber nicht zu schaffen, also

00:25:15: irgendwann läuft es auch einfach durchs Wasser durch und es ist ja einfach egal, weil es sowieso

00:25:19: alles nass und wird es einfach nur vorankommen. Aber ihr hört, es war Abend, als der

00:25:25: Regen losging und dann regnete es wirklich die ganze Nacht. Es regnete zwölf Stunden am Stück bis

00:25:33: morgens um sechs bis sieben herum, als dann die Sonne aufging, hörte es dann langsam wieder auf.

00:25:41: Der Sonnenaufgang war wunderschön, aber die Nacht war der Puchig raus und das war dann tatsächlich so,

00:25:49: dass wir dann auch steinerne Renne mitten in der Nacht hoch sind. Bei Regen, mein Mann dabei,

00:25:57: die ist auch einmal gestürzt, toll, toll, toll, nichts passiert, aber auch sowas passiert mal und

00:26:04: hinter der steinerne Renne sind wir dann, ich glaube Teufelsstieg nennt es sich, sind wir dann hoch

00:26:11: und der Teufelsstieg war tatsächlich dann eine richtige Herausforderung, weil das Gras so hoch

00:26:22: gewachsen war und du konntest den Boden nicht sehen und durch den Regen konntest du auch nicht

00:26:29: wirklich weit gucken und dann haben wir es dann tatsächlich so gemacht, dass wir uns alle zehn

00:26:34: Minuten abgewechselt haben, wer vorne geht und dann bist du als zweiter dann immer nur stumpf dahinter

00:26:42: genau die gleichen Schritte gemacht wie dein Vorläufer, dass du wirklich nicht so viel

00:26:50: nachdenken musst, dass du dich mal etwas entspannen kannst und etwas erholen kannst und

00:26:56: regenerieren kannst, das klingt jetzt komisch, aber ja das war dann schon entspannter für den Kopf

00:27:02: und dann hat man wieder getauscht, damit der andere mal wieder vorne ist, sich konzentrieren

00:27:08: muss und gucken muss und dann haben wir uns da die Nacht lang hoch geschleppt und ja, das war

00:27:16: tatsächlich so mit die anstrengendste Nacht, dementsprechend stolz ist man natürlich, wenn man

00:27:25: es dann geschafft hat und wenn man es dann durch hat und ja auch da war es schon so, dass die

00:27:35: Motivation als der morgens die ersten Sonnenstrahlen rauskam, war die Motivation eigentlich auch schon

00:27:40: wieder da, so jetzt bin ich hier an der Biglings Warte und da gehe ich auch mal kurz hoch, wir

00:27:52: hören uns dann gleich wieder, weil eine Aussicht lasse ich mir nicht entgehen, auch wenn ich ein

00:27:57: Podcast aufnehme, so ich bin wieder unten, kann also weitergehen, war eine schöne Aussicht

00:28:05: wirklich, auch wenn es ein bisschen bewirkt ist, aber die Aussicht war herrlich, man konnte bis

00:28:10: nach Gernrode rüber gucken und nach Quedlenburg, wirklich herrlich, ja ich hatte euch ja nun erzählt

00:28:21: über die Nacht, vielleicht konnte dir einen kleinen Eindruck kriegen, was einem so nachts

00:28:27: passieren kann und wie das dann so ist, wenn man nachts wandert, vielleicht habt ihr auch eigene

00:28:34: Erfahrungen da schon gemacht, teilt sie mir ja mit, ich möchte jetzt nochmal kurz auf den

00:28:41: Unterschied zwischen Extremwannen und einem Wettkampf kommen, weil auch da habe ich Fragen

00:28:49: bekommen und Extremwannen unterscheidet sich natürlich von den Standardwettkämpfen wie zum

00:28:56: Beispiel beim Laufen, denn Extremwandern geht nicht nach Zeit, also nicht wirklich, du kannst dir

00:29:04: einfach Zeit lassen, die meisten Anbieter nehmen auch keine Zeit, die einzige Zeit ist die, die du

00:29:13: vielleicht auf deiner Uhr hast, weil du selber tracksst und weil du selber wissen möchtest,

00:29:17: aber bei den meisten Anbietern gibt es keine Zeitnahme und es ist völlig egal wie lange du

00:29:25: brauchst für die Strecke, es geht mehr darum, die Strecke an sich zu schaffen, das ist so der

00:29:31: typisch Unterschied zu den klassischen Wettkämpfen. Natürlich gibt es auch Anbieter, die sagen 50

00:29:39: Kilometer in unter 12 Stunden, 100 Kilometern unter 24 Stunden, habe ich auch schon gesehen,

00:29:45: ist aber selbst dann meistens ohne Zeitnahme und dann ist es auch so, wenn du in der ersten Welle

00:29:52: starten würdest, also in der ersten Startgruppe und dann als letzter mit ins Ziel kommst, dann

00:29:59: kriegst du deine Medaille trotzdem mit den 50 Kilometern unter 12, obwohl du vielleicht 15

00:30:06: Stunden gebraucht hast und so was, deswegen sage ich per se gibt es da eigentlich kein

00:30:11: Zeitlimit, sondern du kannst dir Zeit lassen. An der Stelle auch gleich nochmal dazu gesagt, ihr

00:30:20: solltet das Tempo aber trotzdem nicht unterschätzen, Tempo spielt auch beim Extremwander eine Rolle,

00:30:25: denn es ist wesentlich anstrengender, wenn ihr länger für die gleiche Strecke braucht,

00:30:34: desto länger ihr am Ende auf der Strecke seid, desto anstrengender wird es, auch wenn es die

00:30:39: gleichen Kilometer sind, denn diese Dauerbelastung habe ich festgestellt beim Extremwander ist der

00:30:46: eigentliche Killer, sage ich mal. Das, was einem am Ende am meisten zehrt und am meisten fertig macht.

00:30:56: Wo habe ich das festgestellt? Ich habe das festgestellt, weil ich natürlich auch schon mal eine 50

00:31:04: Kilometer Tour gemacht habe, wo ich versucht habe, so schnell wie möglich da durchzukommen.

00:31:10: Es war irgendwas unter acht Stunden dann für den Adventure Walk, also auch inklusive Höhenmeter,

00:31:16: da bin ich aber wirklich da durchgefiffen, was noch so als Warnern zählt und an den

00:31:23: Versorgungspunkten wenig Pause gemacht, wirklich nur schnell was zu mitnehmen genommen und dann

00:31:29: auf der Strecke schnell rein und immer weiter. Und tatsächlich kam ich im Ziel an und war nicht so

00:31:36: fertig, wie ich zum Beispiel nach Natur war, wo du für weniger Kilometer wesentlich länger

00:31:44: gebraucht hast. Ich würde fast sagen, dass selbst die Tour mit unserer Kleinen, als wir da die 30

00:31:52: Kilometer Wanderung mit ihr gemacht haben und 10 Stunden gebraucht haben, dass diese 30 Kilometer

00:31:59: anstrengender waren, weil du länger unterwegs bist und länger auf den Beinen stehst und das

00:32:07: dann tatsächlich anstrengender ist als die Kilometer selbst. Zumindest ist das meine Empfindung,

00:32:12: dass ich sage, die Kilometer sind gar nicht so das Schlimme, sondern es ist eher die Zeit,

00:32:18: diese Dauerbelastung, weil das der Körper nicht gewohnt, so lange am Stück Leistung zu bringen

00:32:24: und diese Ausdauer zu halten. Also das ist zumindest meine Erfahrung dahinter. Mich würde

00:32:31: jetzt mal interessieren, da könnt ihr mir auch gerne mal schreiben, was da so eure Erfahrungen zu

00:32:36: sind. Meine Empfindung war, wie gesagt, das was ich euch gerade geschildert habe, dass die

00:32:41: Kilometer eher nicht so schlimm sind wie die Dauerbelastung, also die Zeit. Deswegen versuche ich

00:32:48: immer auch beim Extremwanderen wenigstens eine gute Grundgeschwindigkeit zu halten, dass es sich

00:32:56: am Ende nicht so ewig rauszieht. Aber schreibt mir dazu gerne mal eure Meinung, würde mich

00:33:01: brennend interessieren, wie da so die Empfindungen bei euch sind, weil jeder empfindet das sehr anders.

00:33:07: Und wenn man dann Blasen hat, ich glaube, das ist dann sowieso noch mal was ganz anderes,

00:33:13: weil dann ist nicht nur die Zeit, dann tut ja jeder Schritt weh, denn sind es vielleicht doch wieder

00:33:17: die Kilometer, die anstrengender sind. Deswegen schreibt es mir gerne mal. Und damit kommen wir

00:33:24: dann zum letzten Punkt, den ich für diese Episode auf dem Pad habe, und zwar der Ziel-Einlauf. Der

00:33:33: Ziel-Einlauf ist natürlich, wenn man eine Veranstaltung mitmacht und ich glaube die meisten von

00:33:37: euch werden eher bei Veranstaltern die Extremwanderungen machen, als das Privat zu planen. Und wenn ihr

00:33:44: bei Veranstaltern mitmacht, dann ist natürlich auch der Ziel-Einlauf ordentlich vorbereitet, zumindest

00:33:51: bei so gut wie allen, wo ich bis jetzt mitgemacht habe. Und dann ist da natürlich Trubel, da ist

00:33:57: Partie, da wird gefeiert, da wird geklatscht, da wird gekrölt und gejolt und man wird richtig

00:34:03: gefeiert, wenn man dort in das Ziel kommt. Und das ist natürlich wirklich schön und das ist toll,

00:34:09: weil nicht nur dass man sich selber freut, Mensch, ich habe es endlich geschafft, sondern die Leute

00:34:15: feiern dich dafür auch. Und das ist wirklich ein tolles Gefühl. Und wenn man dann noch seine

00:34:22: Medaille kriegt, großartig, einfach einfach schön. Und das ist auch für mich immer wieder ein schönes

00:34:29: Gefühl, alleine weil da die Leute sich dahin stellen. Meistens sind es ja Volentiers, die dort

00:34:36: stehen, die selber auch schon so was mitgemacht haben oder gern mitmachen wollen. Und die wissen

00:34:42: natürlich, was das für eine Leistung ist, derjenige gerade da vollbracht hat, wenn er dort ins

00:34:48: Ziel kommt und was das für ein emotionales, innerliches Fest auch ist, wenn man dort ankommt. Und

00:34:55: dementsprechend feiern die das natürlich auch und feiern einen da, wenn man dort ankommt. Und ja,

00:35:00: wie gesagt, also das ist schon was Schönes. Und das hat man sich dann auch verdient nach den Kilometern.

00:35:06: Nach dem Zielerhinlauf ist natürlich dann auch schnell so, dass das Adrenalin absagt,

00:35:17: man freut sich, dass man es geschafft hat, die Anspannung, der Stress fällt ab und auch das

00:35:25: merkt man. Und das solltet ihr nicht unterschätzen und solltet dann auch im Ziel gucken, dass ihr

00:35:36: vielleicht noch mal das Zielbier trinkt oder sowas, irgendwas Isotonisches, dass wir vielleicht noch

00:35:42: mal ein Stück Schokolade essen oder irgendwas, was euch noch mal ein bisschen Energie gibt,

00:35:46: denn bedenkt immer, ihr müsst auch noch von dort nach Hause. Und zumindest war es bei mir

00:35:53: immer so, wenn ich dort zu lange versacke, fällt es einem immer schwerer, sich wieder aufzuraffen

00:36:00: und wieder loszukommen. Denn wie gesagt, der ganze Körper sagt ab, der Kreislauf entspannt sich

00:36:08: und der Körper fährt runter. Und je mehr der Körper zur Ruhe kommt, desto schwieriger ist es,

00:36:15: ihn nach so einer Anstrengung dann wieder in Gang zu kriegen. Und sei es nur dazu,

00:36:19: ihn zum Auto zu schleppen, um noch nach Hause zu kommen. Was ich euch auch noch mit auf den Weg

00:36:26: geben möchte als gut gemeldeten Rat, plant danach wirklich Pausen, plant genug Regenerationszeit

00:36:33: ein. Das ist wichtig, dass sich der Körper auch noch sowas erholt, gönnt ihm gute und gesunde

00:36:40: Mahlzeiten. Ja, dass der Körper euch beim nächsten Mal auch wieder sicher und gut über die Ziellinie

00:36:48: trägt. Manchmal ist man da so ein bisschen euphorischer. Das kenne ich selber auch. Sowas

00:36:56: kann dann aber auch ins Auge gehen. Aber dazu dann auch in der nächsten Folge mehr, wenn es dann

00:37:02: auch mal um Training geht und sowas. Meine nächste Extremwanderung ist dann jetzt der Mammutmarsch in

00:37:10: Hamburg. Ich freue mich da sehr drauf. Die haben ja die Strecke nochmal angepasst. Vorher war es

00:37:18: immer eine 60 Kilometer Strecke, die mir wirklich sehr, sehr gut gefallen hat und die mir immer

00:37:24: Spaß gemacht hat. Das habe ich mit meinem Warner-Buddy irgendwann angefangen, so als Jahres-Einstiegs-Event

00:37:31: eigentlich zu nehmen. Und wir hoffen jetzt natürlich, dass sie bei den 50 Kilometern an den

00:37:37: nicht oder nicht an den falschen Stellen die Strecke eingekürzt haben. Aber mal gucken,

00:37:44: da nehme ich euch auf jeden Fall dann in der Story und bei Insta mit. Wer mir da folgt,

00:37:50: der kriegt das auf jeden Fall mit. Ansonsten, ja, seid gespannt auf die nächste Folge. Wie gesagt,

00:37:55: da geht es dann mehr um die Planung. Was brauche ich? Verpflegungstipps, Schutipps, alles,

00:38:02: was man so braucht, um seine erste Extremwanderung zu meistern. Also, seid gespannt. Ja, und gebt mir

00:38:11: auch gern Feedback zu dieser Folge. Und wenn ihr Fragen habt zu Extremwanderung, schreibt auch das

00:38:18: gerne. Ich freue mich von euch zu hören und wünsche euch jetzt noch einen schönen entspannten

00:38:25: Sonntag. Ich gehe jetzt langsam wieder nach Hause, weil jetzt das zweite Mal, dass ich die Folge

00:38:30: aufnehme, musste, weil beim ersten Mal leider die Hintergrundgeräusche durch ein Update meiner

00:38:38: Mikrofone rausgefiltert wurden. Das war natürlich nicht so schön, weil ich möchte auch zeigen,

00:38:44: dass ich draußen unterwegs bin. Das ist ja, es sind ja die Gespräche vom Wegesrand und nicht die

00:38:49: Gespräche vom Sofa. Ja, also, wie gesagt, macht euch einen schönen Sonntag. Ich hoffe, ihr seid in

00:38:56: der nächsten Folge wieder dabei, wenn es wieder heißt, unterwegs im Freien Gespräche vom Wegesrand.

00:39:02: Bis dahin, macht's gut, ciao!

Über diesen Podcast

Ich will dich rauskriegen. Weg vom Bildschirm, rein in die Natur. Ein Blog oder YouTube-Kanal würde dich wieder nur vor den Monitor holen – ein Podcast dagegen begleitet dich auch draußen: beim Wandern, Joggen, Spazierengehen oder einfach unterwegs sein.

In Unterwegs im Freien spreche ich über alles, was das Draußensein ausmacht – übers Wandern und Extremwandern; von kleinen und großen Touren; über Ausrüstung, Motivation und die Menschen, die man auf dem Weg trifft.

Ein Podcast für alle, die gern draußen sind – und manchmal einfach stehen bleiben, um zuzuhören.

von und mit Tom Wawerek

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