00:00:00: Folge 1 – Warum ich wieder losgegangen bin Podcast: Unterwegs im Freien – Gespräche vom Wegesrand Sprecher: Tom Wawerek
00:00:10: Hallo zusammen, ich bin Tom Wawerek und nehme euch heute mit zur ersten Folge von „Unterwegs im Freien – Gespräche vom Wegesrand“. Ich bin gerade draußen unterwegs, eine kleine Runde rund um Quedlinburg – Hauptsache ein bisschen draußen sein.
00:00:13: In dieser ersten Folge möchte ich euch erzählen, wie ich überhaupt zum Wandern kam, wie Unterwegs im Freien entstanden ist und warum ich diesen Podcast ins Leben gerufen habe.
00:00:20: Angefangen hat alles in meiner Kindheit – durch meinen Vater, der mich schon früh zum Wandern mitgenommen hat. Vielleicht war ich am Anfang noch etwas widerwillig, aber soweit ich mich erinnern kann, hat es mir immer Spaß gemacht. Wir sind oft gemeinsam losgezogen – sonntags einfach mal auf den Brocken hoch.
00:00:21: Eines meiner prägendsten Erlebnisse war ein Familienurlaub in einem All-Inclusive-Hotel. Nach nur einem Tag am Strand wurde es meinem Vater und mir zu langweilig. Also sind wir losgezogen, haben andere Hotelanlagen angeschaut – Hauptsache Bewegung, Hauptsache draußen. Das werde ich nie vergessen.
00:00:27: Eingeschlafen ist das Wandern dann in meiner Teenagerzeit. Mein Vater ist leider verstorben, und im Freundeskreis war die Begeisterung fürs Wandern nicht besonders groß – außer vielleicht an Männertagen. Also hörte ich auf zu wandern.
00:00:34: Zurück kam das erst, als ich meine Frau und damit meinen Schwiegervater kennenlernte. Er war Amateurfunker und freute sich, endlich jemanden zu haben, mit dem er wandern konnte. So bin ich mit ihm los – oft auch mit der ganzen Familie.
00:00:36: Bei den Funkertouren ging es immer in die Sächsische Schweiz: auf einen Berg hoch, wieder runter, auf den nächsten. Das Ziel: möglichst viele Punkte sammeln, weil man beim Amateurfunk von den Bergen aus funkt. Damals war ich noch etwas fülliger, und das Motto „Steil ist geil“ habe ich nicht unbedingt gefühlt – aber der Grundstein war wieder gelegt.
00:00:43: Später sind wir oft in Dresden spazieren gegangen – jede Woche, mit einem guten Freund. Wir wollten einfach die Stadt erkunden. Bewegung war da, Fitness noch nicht so richtig.
00:00:48: Als dann die Geburt unseres Kindes anstand, fing ich an, über mich selbst nachzudenken: Bin ich fit genug, um ein gutes Vorbild zu sein? Damals war ich stark übergewichtig und wollte das ändern.
00:00:54: Also fing ich an zu laufen – mit kurzen Intervallen: eine Minute joggen, eine Minute gehen. Meine erste Runde bestand aus sechs dieser Intervalle – und ich dachte, ich sterbe. Aber ich blieb dran.
00:00:56: Durch den schnellen Gewichtsverlust war ich hochmotiviert. Ich meldete mich im Fitnessstudio an, trainierte regelmäßig und suchte nach einer Ergänzung – also wanderte ich wieder mehr. Spaziergänge wurden zu Wanderungen, Bewegung wurde zum festen Teil meines Lebens.
00:01:02: Ein Kollege erzählte mir vom Adventure Walk in der Sächsischen Schweiz – einer Extremwanderung über 50 Kilometer. Ich war sofort interessiert, aber unsicher, ob ich das schaffen würde. Mein Kollege meinte nur: „Meld dich nicht für den 30er an – mach gleich den 50er!“
00:01:08: Also tat ich es. Zur Vorbereitung bin ich mit einem Freund 50 Kilometer auf dem Elberadweg gelaufen – ohne Höhenmeter, aber als Test. Das klappte besser als gedacht.
00:01:17: Dann kam der Adventure Walk selbst – 50 Kilometer, 1.000 Höhenmeter. Es war anstrengend, aber großartig: tolle Strecke, super Verpflegung, richtig gutes Gefühl im Ziel. Da wusste ich: Extremwandern – das ist mein Ding.
00:01:24: Seitdem bin ich regelmäßig bei Extremwanderungen dabei – beim Mammutmarsch und anderen Events. Und natürlich gehen wir auch als Familie wandern.
00:01:29: Mit unserer Kleinen war das am Anfang gar nicht so einfach. Sie musste ja erst lernen, längere Strecken zu laufen. Oft dauerte ein Kilometer eine halbe Stunde – aber sie machte mit.
00:01:35: Heute ist sie fünf Jahre alt und läuft große Touren einfach mit. Langsamer – klar –, aber das stört nicht. Die Strecke bleibt genauso schön. Vor zwei Wochen hat sie sogar ihre erste eigene Extremwanderung geschafft: 30 Kilometer mit 1.000 Höhenmetern. Als sie im Ziel ihre Medaille bekam, war sie stolz wie Bolle – und ich natürlich auch.
00:01:40: Die Idee zu Unterwegs im Freien kam mir 2021. Ich wollte über Wanderungen berichten, Touren vorstellen und Tipps geben – also habe ich eine Webseite aufgebaut.
00:01:46: Mir war wichtig, nicht nur Wegbeschreibungen zu liefern, sondern auch Geschichten über das, was man unterwegs sieht – wie ich es von meinem Schwiegervater kannte.
00:01:47: Mit der Zeit merkte ich aber: So eine Webseite findet kaum jemand. Also startete ich Instagram, um die Inhalte sichtbarer zu machen. Dort ist eine tolle Community entstanden – mit vielen netten Leuten, mit denen ich inzwischen auch gemeinsame Wanderungen gemacht habe.
00:01:52: Die Webseite wurde irgendwann zu aufwendig, also habe ich sie etwas reduziert. Aber die Fragen auf Instagram wurden immer mehr: zu Ausrüstung, Touren, Vorbereitung auf Extremwanderungen – und genau da entstand die Idee für den Podcast.
00:01:59: Ich wollte diese Fragen ausführlich beantworten – aber in einer Form, die man draußen konsumieren kann. Kein Blog, kein YouTube, sondern etwas, das man beim Wandern, Joggen oder Spazierengehen hören kann. So entstand dieser Podcast.
00:02:06: Hier soll es künftig um alles rund ums Wandern und Extremwandern gehen: – Ausrüstung, Schuhe, Stöcke – Tipps und Tourenempfehlungen – Gespräche mit anderen Wanderern – Berichte von meinen eigenen Extremwanderungen
00:02:12: Vielleicht nehme ich euch auch mal mit auf eine 100-Kilometer-Tour und erzähle, was mir unterwegs so durch den Kopf geht.
00:02:18: Der Podcast ist im Aufbau. Ich habe noch keine große Podcast-Erfahrung – sicher gibt’s hier und da Ecken und Kanten. Aber ich lerne dazu, und das Projekt wächst mit.
00:02:25: Ich hoffe, „Unterwegs im Freien – Gespräche vom Wegesrand“ wird eine kleine Plattform, auf der ihr gerne reinhört.
00:02:27: Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Tag, viel Spaß draußen in der Natur – und wir hören uns in der nächsten Folge von „Unterwegs im Freien – Gespräche vom Wegesrand“. Bis dann, ciao!